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Oberstaatsanwalt: Mängel bei Brandenburgs Polizisten

Heute Grenzkontrolle, morgen im Verhörzimmer?  FOTO: Patrick Pleul
Heute Grenzkontrolle, morgen im Verhörzimmer? FOTO: Patrick Pleul

Der Leitende Oberstaatsanwalt von Cottbus fordert, die Einheitsausbildung von Polizisten in Brandenburg abzuschaffen. „Wenn alle eine einheitliche Ausbildung haben, dann ist die Fiktion, man könnte die alle umfassend einsetzen: heute in der Einsatzhundertschaft, morgen bei der Wasserschutzpolizei, übermorgen auf dem Streifenwagen und dann noch einen Tag später in der Kripo“, sagte Bernhard Brocher.

Dies sei aber eine Fehleinschätzung – und die Arbeit der Polizei leide. Gerade bei Polizisten, die erst nach mehreren Jahren im Streifenwagen zur Kriminalermittlung kämen, sei vieles aus der Ausbildung verschüttet und nicht mehr auf dem neuesten Stand. „Es gibt hier zu viele, die von grundlegenden handwerklichen Dingen nicht genug Ahnung haben.“
Mit getrennten Ausbildungen für Schutzpolizisten und Kriminalbeamte könnte nach Ansicht Brochers Mängeln vorgebeugt werden. In Berlin etwa gebe es ein solches
Konzept.

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