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Platzecks Urlaubsziel: Ein paar Tage Uckermark

Reif für die Insel – oder reicht ihm der Uckersee? Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck will nach all dem Ärger mit dem Pannen-Flughafen und Hochwasser irgendwann im Sommer auch noch mal ausspannen.
Reif für die Insel – oder reicht ihm der Uckersee? Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck will nach all dem Ärger mit dem Pannen-Flughafen und Hochwasser irgendwann im Sommer auch noch mal ausspannen.

Hawaii und Australien sind nicht darunter – die Urlaubsziele der brandenburgischen Politprominenz für diesen Sommer sind eher bescheiden. Manche bleiben gleich ganz zu Hause und schwärmen allenfalls zu Spritztouren in die weitere Umgebung aus. „Höchstens ein paar Tage Uckermark“ hat sich Ministerpräsident Matthias Platzeck(SPD) zur Erholung vorgenommen. Der Grund: „Es ist genug liegen geblieben.“

LandtagspräsidentGunter Fritschwiederum haben Baumaßnahmen am Eigenheim – „Fenster und Fassade“ – die Lust am Geldausgeben getrübt. „Da sparen wir uns den Urlaub.“ Angesichts solcher Zurückhaltung beschleicht den Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Landtag,Axel Vogel, schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn er an die Côte d’Azur fährt. Nizza, Cannes und Marseille stehen auf der Besuchsliste – auch, um die Französisch-Kenntnisse „aufzupolieren“. Außerdem will der 57-Jährige den Alpen-Dreitausender Mont Clapier bezwingen. Besondere Attraktion sind dort mehr als 4000 bronzezeitliche Zeichnungen.

Auffallend oft zieht es aber die märkischen Entscheider in diesem Jahr gen Norden und da mal nicht nur an die vertraute Ostsee. So bricht InnenministerDietmar Woidke(SPD) nach Oslo auf und will mit der Familie Norwegen per Schiff von der Wasserseite her erkunden. Das Land der Fjorde könnte auch KulturministerinSabine Kunst(parteilos) locken. Noch sei aber völlig offen, wohin es geht, gibt sie zu.

Bildungsministerin richtet sich nach ihren Kindern

Ähnlich ziellos sind noch ihre Kabinettskollegen, die Ressortchefs für Wirtschaft und Finanzen,Ralf ChristoffersundHelmuth Markov(beide Linke). Markov: „Ich weiß noch gar nicht, wann ich Urlaub mache.“ Derweil haben BildungsministerinMartina Münchund SozialministerGünter Baaske(beide SPD) schon fest Schweden gebucht. Bei Münch hatten dabei die pubertierenden Kinder das letzte Wort, die ans Meer wollten. Baaske freut sich aufs Angeln an einem Binnensee nahe Göteborg mit Lebensgefährtin und eineinhalbjähriger Tochter. UmweltministerinAnita Tack(Linke) hat das dänische Seeland am Kattegat, nördlich von Kopenhagen, fest im Blick. Lesen und Sport stehen dann Ende Juni ganz obenan. Mit Blick auf Brandenburgs Flüsse fügt Tack einschränkend an: „Dann muss das Hochwasser durch sein.“

Das bereitet auch CDU-FraktionschefDieter DombrowskiKopfzerbrechen – allerdings, weil davon sein Urlaubsort in Österreich (noch) betroffen ist. Dort erwartet den Pferdenarr und seine Familie ein Reiterhof. Ebenfalls in die Alpenrepublik verschlägt es für zwei Wochen den SPD-FraktionsvorsitzendenRalf Holzschuher, genauer ins Zillertal. Außer für die Familie will er sich Zeit für bisher ungelesene Bücher nehmen und wandern.

Auch andere Politiker zieht es in die Uckermark

Wie Dombrowski dürfte auch der CDU-LandesvorsitzendeMichael SchierackPferden begegnen, wenn er sich wie geplant mit seiner Frau und den beiden Kindern auf einem Bauernhof in der Uckermark oder in Mecklenburg-Vorpommern einquartiert. Beim Joggen und Kanufahren will der 46-jährige Arzt entspannen.

Bleiben Ziele wie die Hohe Tatra (Karpaten) und der Bodensee. Hier sind in diesem Sommer FDP-LandeschefGregor Beyerund AgrarministerJörg Vogelsänger(SPD) anzutreffen. Der eine will wandern und lesen, der andere schwimmen und Rad fahren. Letzteres steht auch für JustizministerVolkmar Schöneburg(Linke) auf dem Programm, wenn er für zehn Tage wie gewohnt auf dem Darß an der Ostsee die Akten hinter sich lässt. Der Vorsitzende der Linksfraktion und frühere SportlehrerChristian Görkehat vor, an der Ostsee seine Fitness zu pflegen – „möglichst den ganzen Tag“, vorzugsweise mit Volleyball.

Ausgesprochen bodenständig liebt es schließlich FDP-Fraktionschef Andreas Büttner. „Es werden sechs Wochen Uckermark“, lautet die Antwort des Templiners und Vaters von vier Kindern auf die Frage nach seinen Urlaubsplänen. Da wirkt eine Überlegung von Landtagspräsident Fritsch schon fast unternehmungslustig: „Vielleicht fahren wir mal nach Sachsen.“

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