Februar 3, 2012
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Brandenburg von Monika Strehlow

Polizei meldet erste Erfolge

Die zusätzlichen drei Hundertschaften entlang der Oder-Grenze zeigen in der Uckermark erste Wirkung, erklärt das brandenburgische Polizeipräsidium. Die Frage, wie es nach dem März weitergeht, bleibt vorerst unbeantwortet.

Kontrolle auf der A 11
Wie hier auf der A 11 bei Gramzow kontrollieren Polizei und Zoll auch auf Autobahnen, um nicht nur Autodieben habhaft zu werden.
Foto: Monika Strehlow
Schwedt (nk)  

Während in der großen Politik noch darum gestritten wird, wer denn nun für die Bekämpfung der Grenzkriminalität entlang der Oder zuständig ist, vermeldet jetzt das brandenburgische Polizeipräsidium erste Erfolge gegen kriminelle Grenzgänger.

 

„Seit dem 9. Januar unterstützen zusätzlich drei Einsatzhundertschaften der Fachdirektion Besondere Dienste des Polizeipräsidiums die Soko ,Grenze‘ sowie die Polizeidirektionen Ost und Süd in den operativen Maßnahmen gegen die grenzüberschreitende und Kfz-Kriminalität“, erklärt Pressesprecher Rudi Sonntag.

 

Täglich waren rund fünf Einsatzzüge im grenznahen Raum eingesetzt

 

So kontrollierten die Bereitschaftspolizisten im Januar 8228 Fahrzeuge und 10 910 Personen. Insgesamt nahm die Landespolizei 31 Tatverdächtige vorläufig fest und veranlasste 46 Sicherstellungen. Bei etwa der Hälfte der Autos handelte es sich tatsächlich um gestohlene Fahrzeuge. Täglich waren durchschnittlich fünf Einsatzzüge – je Einsatzzug sind etwa 30 Beamte unterwegs – an verschiedenen Kontrollstellen im grenznahen Raum eingesetzt.

 

Als Beispiel der Fahndungserfolge nennt der Pressesprecher einen Fall vom 13. Januar, bei dem in Schwedt ein Pkw mit Berliner Kennzeichen kontrolliert wurde. In dem Auto fanden die Polizisten zwei Nummernschilder eines stillgelegten Pkw Audi, diverse Fahrzeugschlüssel und Schlüsselrohlinge sowie Einbruchswerkzeug. Die beiden polnischen Insassen waren bereits wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt.

 

Neben diesen operativen Maßnahmen verstärkte die Landespolizei auch die Prävention. So erinnert Rudi Sonntag an die erste regionale Präventionskonferenz zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminaltät am 23. Januar in Prenzlau. Daran nahmen neben Landes- und Bundespolizei, beiden Staatsanwaltschaften und Kommunen auch Vertreter der Wirtschaft und des Bauernverbandes teil, der Uckermark Kurier berichtete.

 

Projekt "Künstliche DNA" - Fahrzeuge erhalten einen "Fingerabdruck"

 

Vorgesehen sind nun auch „Präventionsstammtische“ der örtlichen Revierpolizisten und Präventionsexperten, die besonders den Unternehmen Hilfen an die Hand geben sollen. So befindet sich nach den Worten von Rudi Sonntag das Projekt „Künstliche DNA“, mit dem Fahrzeuge und Technik ihren Fingerabdruck erhalten, auch in Schwedt in Vorbereitung.

 

Darüber hinaus werden grenzübergreifende Kontakte der deutschen und polnischen Polizisten intensiviert. Sie stimmen regelmäßig Strategien ab, tauschen Erfahrungen aus und führen Kontrollen gemeinsam durch. Und: Das Funksystem KTS, das den direkten Funkverkehr zwischen deutschen und polnischen Funkstreifenwagen ermöglicht, soll künftig auch in Schwedt eingerichtet werden.

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