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Versöhnlicher Abschluss beim 134. Baumblütenfest

Hobbykelterer Ralf Jacobs und seine Tochter Sophie schenkten auf dem Baumblütenfest ihren Obstwein ein.
Hobbykelterer Ralf Jacobs und seine Tochter Sophie schenkten auf dem Baumblütenfest ihren Obstwein ein.

Nach einem schleppenden Anfang strömten dann doch die Menschen: Zum Abschluss des 134.Baumblütenfestes in Werder hat die Stadt eine positive Bilanz gezogen. Für das neuntägige Fest rechnete die Bürgermeisterin Manuela Saß mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern. „Das Fest ist durchweg positiv verlaufen“, sagte sie.
Wegen des anfänglich kühleren Wetters war das Fest etwas schleppend angelaufen. Mit der Wärme kamen dann auch mehr Gäste. „Die meisten Besucher hatten wir am Samstag, geschätzte 70000.“ In den Vorjahren zählte Ostdeutschlands größtes Volksfest bis zu einer halben Million Menschen.

Das Konzept, das Fest stärker auf die Plantagen auszudehnen, sei aufgegangen, erläuterte Saß. Viele Menschen hätten sich auf den Weg zu den Plantagen gemacht, die in voller Blüte standen, darunter auch viele Radfahrer. Das Veranstaltung entwickle sich zu einem Familienfest. „Es gab keine besonderen größeren Vorkommnisse.“

Zu Beginn war es zu kalt

Die Inhaber von Ständen und Buden hätten sich mehr Zulauf gewünscht. Das Fest sei etwas ruhiger verlaufen als sonst, er sei dennoch zufrieden, sagte Stefan Lindicke, Geschäftsführer des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins. „Wir gehen im Schnitt aber wahrscheinlich mit einem leichten Minus aus dem Geschäft. Zu Beginn war es eindeutig zu kalt.“

Während des Festes hatten nach Angaben der Veranstalter Obstbauern an gut 60 Ständen ihre selbstgekelterten Obstweine, etwa aus Erdbeeren, Kirschen, Rhabarber und Äpfeln angeboten. Es gab rund 400 Buden und Stände, von denen 100 aus Werder stammen. Künstler sorgten auf acht Bühnen für gute Stimmung.

Das Baumblütenfest geht auf Wilhelm Wills zurück. Er hatte 1879 in der Vorstandssitzung des Obstzüchtervereins beantragt, in Berliner Blättern Naturfreunde nach Werder einzuladen. Bereits im ersten Jahr brachten zwei Sonderzüge Tausende Berliner nach Werder.

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