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Bunte „Zeitungskühe“ als Farbtupfer in der Medien-Welt

40 Schülerblätter wurden zum Wettbewerb eingereicht. Ist es nicht langweilig, die alle zu lesen?
Überhaupt nicht. Das ist immer wieder etwas Neues. Schülerzeitungen verändern sich viel schneller als die großen, von erfahrenen Redakteuren gemachten Tageszeitungen. Es ist schon interessant, zu beobachten, wie sich Schülerblätter wie ClaRO oder Das bunte Jahr über die Jahre entwickeln.

Welche Trends haben Sie beim Lesen festgestellt?
Die Schülerzeitungen decken inhaltlich ein breites Spektrum ab. Sie gucken auch auf aktuelle Themen außerhalb der Schule. Dazu gibt es aber natürlich auch immer die Klassiker wie Schülerspeisung oder Lehrersteckbriefe. Mit dem Wandel zu Ganztagsschulen verbringen Schüler mehr Zeit dort. Das zeigt sich auch in den Themen. So ist weniger als vor zehn Jahren von Hobbys zu lesen, aber mehr über Ganztagsschul-Angebote. Fast alle Zeitungen sind farbig, und es gibt nur noch selten „Schnippel-Layouts“, die meisten arbeiten mit professionelleren Programmen.

Sind Sie mit der Teilnehmerzahl am Wettbewerb zufrieden?
Im letzten Jahr waren es 49, diesmal 40 Einsendungen. Warum das so ist, kann ich schwer einschätzen. Es gibt immer Redaktionen, die sich wieder auflösen, aber dann auch neue. Gerade letztere wollen wir im nächsten Jahr wieder erreichen.

Wie unterstützt der JMMV Schülerzeitungen außerhalb des Wettbewerbs?
Wir verschicken Newsletter mit Infos, bieten Seminare für Fotografen, Schreiber oder Layouter an. Schüler-Reporter können einen Presseausweis bei uns bekommen. Und selbstverständlich beantworten wir Fragen wie zum Anzeigen-Einwerben oder helfen beispielsweise in Zensurfällen.

Einige Einsendungen werden zum bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb eingereicht. Wie schätzen Sie die Chancen für die „Nordlichter“ ein?
Es lohnt sich. Auch wenn es jedes Jahr bundesweit 1800 Einsendungen gibt. Diesmal werden die Kunterbunte Schülerpost aus Rostock und Schülerredakteurin Elisa Skott für ihr Interview mit dem umstrittenen Hiddenseer Bürgermeister mit bundesweiten Preisen geehrt. Der Wettbewerb wird nicht mehr von Bayern und Baden-Württemberg dominiert.

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