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27 Premieren stehen auf dem Spielplan

Mit einem „Premierenkatalog am Rande der Überforderung“ will Dirk Löschner, Intendant des Theaters Vorpommern, im zweiten Jahr unter neuer Führungsriege zusätzliche Zuschauer gewinnen. Das Angebot sei sehr breit gefächert und reiche von Puppenspiel für Dreijährige bis zum Mega-Chorwerk mit 200 Mitwirkenden, sagte Löschner am Freitag bei der Vorstellung des Spielplanes 2013/2014 in Stralsund.

Wie im Vorjahr stünden wieder 27 Premieren auf dem Programm, darunter neben bekannten und klassischen Produktionen auch zahlreiche neue oder bislang sehr selten aufgeführte Stücke. Hinzu kämen 16 Wiederaufnahmen.

Kooperation mit Stettiner Musiktheater

Eröffnet wird das Programm bereits am 13. September, knapp zwei Wochen nach den verkürzten Ostseefestspielen 2013, mit der großen „Auferstehungssinfonie“ von Gustav Mahler im Dom zu Greifswald. Weil das riesige Werk die Kapazitäten eines Stadttheaters sprengen würde, wird es in Kooperation mit dem Stettiner Musiktheater Opera na Zamku aufgeführt, unter anderem auch in einer großen Halle in Stettin sowie in der Stralsunder Marienkirche.

Zum Konzertprogramm gehörten sieben philharmonische Konzerte, unter anderem mit klassischen, französischen und schottischen Akzenten, inklusive Dudelsack-Auftritten, sagte Generalmusikdirektor Golo Berg. Er kündigte zugleich eine Uraufführung eines Stücks an, das bei dem Rostocker Komponisten Peter Manfred Wolf in Auftrag gegeben worden sei.

Die Opern-Sparte lädt in der kommenden Spielsaison zu Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, Bedrichs Smetanas „Verkaufter Braut“ und Wolfgang Amadeus Mozarts „Figaro“ ein. Höhepunkt wird im Dezember Richard Wagners romantische Oper „Lohengrin“ sein, ebenfalls eine Koproduktion mit der Stettiner Oper.
Vorpommerns langjähriger Ballettdirektor Ralf Dörnen kündigte für November die weltweit erste Ballettadaption des Billy-Wilder-Filmes „Boulevard der Dämmerung“ an. Erstmals würden die Tänzer auch in sakralen Räumen auftreten.

Im neuen Spielplan fehlen Themen mit regionalem Bezug

Insgesamt 16 Neuproduktionen bietet die Schauspiel-Sparte an, geleitet von ihrem neuen Oberspielleiter Andreas Rößler. Eröffnet werde der Vorstellungsreigen am 28. September mit dem wenig bekannten Drama „Gyges und sein Ring“ von Friedrich Hebbel, sagte er. Neu sei eine auf zunächst zwei Jahre vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Theater Handgemenge in Neubrandenburg, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Themen mit regionalem Bezug fehlen dagegen auch im neuen Spielplan. Eine mögliche Aufführung mit Bezug auf die Greifswalder Dichterin Sibylla Schwarz, deren Todestag sich in diesem Jahr zum 375. Male jährt, werde erst später in Betracht gezogen, sagte Intendant Löschner. Gemeinsam mit dem Volkstheater Rostock plane man eine Koproduktion.

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