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Alles neu beim Schauspiel Stuttgart

Stuttgart.Neuer Intendant, neues Ensemble, neue Regisseure, neues Erscheinungsbild – das renommierte Schauspiel Stuttgart wagt zur neuen Spielzeit den großen Schnitt.
Keinen inhaltlichen, aber einen ästhetischen Bruch kündigte der neue Chef Armin Petras (49) am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms seiner ersten Spielzeit in Stuttgart an. Bleibt nur die Frage, wo Petras die eröffnet. Nach einem jahrelangen Sanierungsdrama ist immer noch nicht so ganz klar, ob das Schauspielhaus zur neuen Spielzeit tatsächlich fertig wird. Er gehe davon aus, das Haus nach dreijähriger Sanierung Ende September mit den Ballett und Ende Oktober mit dem Schauspiel zu eröffnen, sagte der geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks. Und er stellt klar: „Es gibt keinen Plan B.“ Mit seinem Ensemble, das im Großteil neu in Stuttgart ist, wolle er im „fremden“ Südwesten auf „Spurensuche“ gehen, sagte Petras. So stieß das Team etwa auf den schwäbischen Reichsritter in Goethes „Urgötz“, auf den Stuttgarter Schriftsteller Wilhelm Hauff (1802-1827oder den Baden-Badener Dramatiker Philipp Löhle (34).
Der „Urgötz“ ist auch Teil des Eröffnungswochenendes am 25. und 26. Oktober mit sechs Premieren. Petras plant auch ein Projekt über die Avantgarde-Bewegung Fluxus der 60er-Jahre mit der Staatsgalerie.
Giuseppe Verdis „Falstaff“ in der Regie von Andrea Moses eröffnet am 20. Oktober die Stuttgarter Opern-Spielzeit. Auf dem Plan steht auch die Uraufführung der Familienoper „Peter Pan“ nach dem Roman von James M. Barrie. Sie stammt vom Komponisten Richard Ayres.

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