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Gerhart wer? Zu Gast beim Literaturstar

Blick in das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee. Vor 100 Jahren bekam Hauptmann den Literaturnobelpreis.
Blick in das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee. Vor 100 Jahren bekam Hauptmann den Literaturnobelpreis.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster auf Hiddensee soll eine neue Dauerausstellung erhalten. Überarbeitet würden dabei die historischen Räume und die Außenanlagen von Hauptmanns ehemaligem Sommerhaus, teilte die Kuratorin der Ausstellung, Franziska Ploetz, mit. Die Ausstattung der „Villa Seedorn“ ist noch weitgehend so erhalten, wie sie Hauptmann hinterlassen hat. Ergänzt werden soll sie künftig um Angebote zur Erklärung seines Werkes. Seitdem im Gerhart-Hauptmann-Jahr 2012 die deutschen Theater wieder mehr Werke des Schriftstellers inszenierten, habe die Zahl der Reisegruppen zugenommen, die sein ehemaliges Sommerhaus besuchen, sagte die Kuratorin.

In den vergangenen Jahren waren in dem Künstlerhaus jährlich nur noch rund 25000 Besucher gezählt worden. Dies liege daran, dass der zu Lebzeiten als Star gefeierte Autor („Die Weber“, „Der Biberpelz“) gerade bei jüngeren Besuchern weitgehend in Vergessenheit geraten sei. Darum sei der inhaltliche Neuanfang des Museums notwendig. Neu gestaltet werde in der Eingangsveranda eine Ausstellung zu Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers. Die besondere kunsthistorische Bedeutung Hiddensees soll in einer Ausstellung im Literaturpavillon gewürdigt werden. „Es gibt kaum einen Ort, an dem sich die Wege von so vielen Literaten aus Vergangenheit und Gegenwart kreuzten wie Hiddensee“, so Ploetz.

Gerhart Hauptmann (1862-1946) besuchte 1885 erstmals die westlich von Rügen gelegene Insel und verbrachte später regelmäßig den Sommer dort. Wie Hauptmann zog es andere Künstler Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts nach Hiddensee: die Autoren Thomas Mann und Hans Fallada, die Schauspielerin Asta Nielsen, die Tänzerin Gret Palucca. Die einzelnen Teile der Ausstellung sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt werden.

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