
| Film/Kino |
von Redaktion
|
Mit einer Sonderausstellung würdigt die Deutsche Kinemathek in Berlin ab heute das 100-jährige Bestehen der Babelsberger Filmstudios im Jahr 2012. „Zum einen präsentieren wir unveröffentlichte Fotografien aus der Entstehungszeit der großen, internationalen Filmstudios“, sagte der Leiter der Ausstellung Peter Mänz. Zum anderen werden Fotos zu Spielfilmen gezeigt, die in den vergangenen zehn Jahren in Babelsberg und Berlin entstanden sind.
„Den Besucher erwarten ganz intime Einblicke hinter die Kulissen“, kündigte Mänz an. Die beiden Ausstellungen „Am Set Paris - Babelsberg - Hollywood, 1910 bis 1939“ und „Am Set Berlin - Babelsberg, heute“ sind bis zum 29. April 2012 im Museum für Film und Fernsehen zu sehen.
In den 1920er-Jahren haben die Babelsberger Filmstudios internationalen Rang erlangt, indem sie mit Filmen wie „Metropolis“ Hollywood und auch den amerikanischen Markt herausforderten. Kein anderes Filmstudio der Welt habe damals so viel Raum und Möglichkeiten gehabt, Kulissen zu bauen. Die Ausstellung zeigt auch Aufnahmen des Babelsberger Glashauses aus der Gründungsphase des Studios im Jahr 1912.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Studios von der Deutschen Film AG (DEFA) betrieben. „In den vergangenen zehn Jahren ist es noch mal zu einer Steigerung gekommen“, hob der Ausstellungsleiter hervor. Hollywood habe die Studios wieder für sich entdeckt. Produktionen wie „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ von Tom Cruise oder auch „Inglourious Basterds“ entstanden in Berlin und Babelsberg.
|
|