November 23, 2011
Drucken 
Kinokritiken

30 Minuten oder weniger

Bankraub einmal anders

30 Minuten oder weniger

30 Minuten oder weniger

Gleich mit seinem Debüt „Zombieland“ gelang Regisseur Ruben Fleischer ein großer Wurf. Nun legt der Filmemacher eine temporeiche Action-Komödie nach. Wieder mit an Bord: Comedy-Talent Jesse Eisenberg.

 

In 30 Minuten oder weniger liefert Nick (Jesse Eisenberg) seine Pizza an den entlegensten Ort. Seine aktuelle Kunden sind allerdings nicht nur hungrig. Dwayne und Travis (Danny McBride und Nick Swardson) sind dringend auf der Suche nach einem unfreiwilligen Handlanger, der für sie eine Bank überfällt. Die beiden Ganoven sind zwar nicht die hellsten, aber sie verfügen über äußerst überzeugende Argumente, um Nick gefügig zu machen. Sie rüsten den entsetzten jungen Mann zur mobilen Bombe auf, die via Handy jederzeit gezündet werden kann. Nick weiht seinen besten Kumpel Chet (Aziz Ansari) in die missliche Lage ein und findet bei ihm Unterstützung. Und schon werden aus den beiden normalen, netten Jungs waschechte Bankräuber, denen bald die Polizei und allerhand kriminelles Gesindel an den Fersen kleben. Die Uhr tickt herunter…       

Regisseur Ruben Fleischer hat mit seinem wundervollen Spielfilmdebüt „Zombieland“ nicht nur Genrefans in Verzückung geraten lassen. Auch damals hieß sein Hauptdarsteller Jesse Eisenberg. Wenig später erlebte der junge Schauspieler als Darsteller des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg in David Finchers „The Social Network“ seinen ganz großen Durchbruch. Wenn das Team Fleischer - Eisenberg nun wieder zusammenfindet, erwarten alle Fans des unkonventionellen Action-Humors großes. Leider muss man die Erwartungen ein wenig bremsen. Zwar ist die Grundidee der Geschichte ebenso nett wie deren Umsetzung als Hommage an die Genrefilme der 80-er Jahre. Aber zahlreiche grenzdebile Sprüche bremsen das Vergnügen deutlich. Besonders gegen Ende überschlägt sich nicht nur die Handlung, auch die Dramaturgie versinkt im Chaos. Schade, hier wäre sehr viel mehr möglich gewesen.



von Robert Lucas
in Verleih von Sony Pictures
Bundesstart: 24.11.2011


Bookmark and Share

Kinoartikelsuche