
Die Verfilmung des Werkes der überaus erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke („Tintenherz“) geht weiter. Diesmal darf es, Ende November punktgenau platziert, ein Weihnachtsabenteuer sein.
Ben Schuster (Noah Kraus) ist 9 Jahre alt und ziemlich traurig. Aus wirtschaftlichen Gründen musste er München mit seiner Familie (Jessica Schwarz, Fritz Karl) den Rücken kehren und in jenen kleinen Ort ziehen, in dem einst der Großvater eine Bäckerei betrieb. Als wäre das nicht schlimm genug, droht auch noch das nahende Weihnachtsfest ins Wasser zu fallen. Was zuerst vom Himmel fällt, ist ein auffällig gestalteter Wohnwagen älterer Bauart. Darin entdeckt Ben einen schrägen Typen, der behauptet, der Weihnachtsmann zu sein. Tatsächlich ist Niklas Julebukk (Alexander Scheer) der letzte seiner Zunft, der freundliche Absichten hegt. Der Bösewicht Waldemar Wichteltod (Volker Lechtenbrink) hat alle Kollegen mit dem Herzen am rechten Fleck eingefroren. Gemeinsam mit seinen furchteinflößenden Nussknackern plant Wichteltod generalstabsmäßig die Kommerzialisierung des Festes. Ben wird Niklas Julebukk bei seinem Kampf um Weihnachten nach Leibeskräften unterstützen. Zu diesem Zweck muss er sich mit der Nachbarin Charlotte (Mercedes Jadea Diaz) zusammentun, die ihm bisher ziemlich suspekt war. Werden die Kinder in diesem Jahr leer ausgehen?
Die kleinen Zuschauer erwartet nicht nur ein großer Spaß, sondern auch äußerst spannende und hintergründige Unterhaltung. Wie bei Funke obligatorisch, entwickelt sich die Geschichte aus einem gut beobachteten sozialen Umfeld mit all den Problemen, die auch 2011 wieder auf die Familien einprasselten. Außerdem wird der weihnachtliche Konsumrausch konsequent auf die Schippe genommen. Der erhobene Zeigefinger bleibt dem Publikum natürlich erspart, die ernsten Gedanken finden ihren Weg durch die Hintertür, während vorne Action und Slapstick toben. Auch diesmal springt die Funke über!
|
|