
Nach Bushido bekommt nun auch Kollege Sido seinen eigenen Kinofilm.
Otis (Sido) und Eddy (B-Tight) sind beste Freunde und leidenschaftliche Rapper. Der Weg zum Weltruhm wird eigentlich nur von der notorisch knappen Kasse versperrt. Ohne Kohle kann man die Entscheidungsträger nicht auf sich aufmerksam machen. Als es den Jungs gelingt, einen Szene-Guru für sich zu interessieren, ist das fast schon wie ein Lottogewinn. Aber die Produktion des alles entscheidenden Demobandes stellt sich als unüberwindliche Hürde heraus.
Schließlich gelingt die Produktion des Debüts doch noch. Die Musik von Otis und Eddy trifft den Nerv des Publikums. Sogar eine bislang zögerliche Plattenfirma zeigt nun Interesse. Plötzlich sind die Kumpels mittendrin im großen Business. Und das ist überraschenderweise genau so bestimmend und dekadent, wie man es sich immer vorstellt. Die lebenslange Freundschaft der „Blutzbrüdaz“ wird auf ihre bislang härteste Probe gestellt.
Filme über die Rap- (respektive HipHop-)Szene können für auch Zuschauer funktionieren, die die entsprechenden Plattenregale im Elektromarkt gern weiträumig umfahren. Natürlich sind Vorbilder wie „8 Mile“ oder „Hustle & Flow“ hierzulande unerreichbar, aber man könnte immerhin mal versuchen, die Distanz ein wenig zu verkürzen. Der Film „Blutzbrüdaz“, den Oliver Berben und Arthaus-Ikone Fatih Akin produzierten, legt sich gewollt nicht auf ein Genre fest, er hat tragische wie komische Momente. Dabei richtet er sich stets an eine Zielgruppe, die sich aus Fans des Musikgenres zusammensetzt. Da wäre mehr drin gewesen, Alter!
|
|