November 16, 2011
Drucken 
Kinokritiken

Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum

Zwischen Job und Familie

Der ganz normale Wahnsinn

Der ganz normale Wahnsinn

Und zuhause stapelt sich die Wäsche: Die Verfilmung des Bestsellers „Working Mum“ zeigt Sarah Jessica Parker als erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter, die auf die harte Tour lernen muss, Job und Familie zu koordinieren.

 

Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) ist eine leidenschaftliche Ehefrau und Mutter, aber sie hat auch einen Job, der sie stark fordert. Als Finanz-Managerin mit steiler Karrierekurve muss die Geschäftsfrau immer öfter vom heimischen Boston nach New York reisen. Als wäre es damit nicht genug, tritt auch noch die Versuchung auf den Plan. Während Ehemann Richard mit den beiden Kindern das Heim hütet, beginnt Kates Geschäftspartner Jack Abelhammer (Pierce Brosnan) zu baggern. Was nicht wirklich schlimm wäre, würde es sich nicht um einen so tollen Hecht handeln! Wird es Kate gelingen, zu widerstehen und die Familie zusammenzuhalten?

Nach dem Ende ihrer überaus erfolgreichen TV-Serie „Sex and the City“ plant Schauspielerin Sarah Jessica Parker das Leben danach. Finanziell muss sich der sympathische Star wohl keine Sorgen machen, Parker gehört zu Hollywoods Bestverdienern. Allerdings scheint das Rollenbild, das man sich dort von der 46-jährigen geschaffen hat, stark von ihrer Figur aus der Fernsehshow geprägt zu sein. Obwohl sie in der Vergangenheit in diversen Filmen aller Genres überzeugte, sieht man Parker nunmehr vorrangig in (romantischen) Komödien wie „Zum Ausziehen verführt“ oder „Haben Sie das von den Morgans gehört?“. Auch Douglas McGraths Werk „Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum“ ist wieder ein Leichtgewicht. Die Produktion basiert auf dem Bestseller „I Don't Know How She Does It“ der Waliserin Allison Pearson, der auch in deutschen Landen unter dem Titel „Working Mum“ viele Freunde gefunden hat. Das hohe Maß an Identifikation ist nicht selbstverständlich, denn Heldin Kate bewegt sich zumindest sozial nicht in der Nähe der hat rackernden Kassiererin im Supermarkt. Allzu tiefschürfende Einblicke in das Leben wirklich werktätiger Eltern anno 2011 sollte man also nicht erwarten. Amüsant und kurzweilig ist der im „Bridget Jones“-Stil erzählte Film trotzdem. Bleibt zu hoffen, dass die auch diesmal angenehm uneitle Frau Parker demnächst wieder all ihre Facetten zeigen darf.

 

Anspruch: 0
Spannung: 2
Action: 2
Humor: 2
Erotik: 1



von André Wesche
in Verleih von Wild Bunch/Central
Bundesstart: 17.11.2011


Bookmark and Share

Kinoartikelsuche