Dezember 7, 2011
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Kinokritiken

Der gestiefelte Kater

Bohnentraum

Wenn der gestiefelte Kater in den Shrek-Filmen seinen Bettelblick aufsetzte, schmolzen im Kino komplette Sitzreihen dahin, während ein kollektives „Aaahhh“ die Runde machte. Nachdem die Geschichten um „Shrek“ selbst zuletzt deutlich an Witz und Tempo eingebüßt haben, war es für die Miezekatze mit dem spanischen Spracheinschlag an der Zeit, sich abzunabeln und eigene Abenteuer zu bestehen.

 

Der zauberhafte Trickfilm „Der gestiefelte Kater“ führt die Shrek-Geschichten nicht etwa weiter, er widmet sich vielmehr der Kindheit und den Reifejahren der pelzigen Legende. Der gestiefelte Kater wächst in einem kleinen spanischen Dorf als Waisenkätzchen auf. Sein bester Freund ist Humpty Alexander Dumpty, ein Ei, das sich die anderen Kinder als Lieblingsopfer ausgeguckt haben. Gemeinsam bilden die beiden das klassische Buddy-Duo. In Humptys gigantischem Kopf reifen die Ideen, der Kater fährt im Notfall die Krallen aus.

 

Bald teilen die Kids ein Geheimnis. Humpty wird von der Suche nach magischen Bohnen angetrieben, die wiederum zu einer Gans führen, die goldene Eier legt – nicht nur in Zeiten der Finanzkrise eine verlockende Perspektive. Besagtes Gemüse befindet sich in Besitz des Gaunerpaares Jack und Jill.

 

Später werden unterschiedliche ethische Auffassungen dazu führen, dass sich die Freunde immer mehr voneinander entfernen, bis es schließlich zum Bruch kommt. Der Bohnentraum bleibt.

 

Es ist die verführerische Muschi Kitty Samtpfote, die Humpty und den Kater nach Jahren wieder vereint und zur dritten im Bohnen-Bunde wird. Das Abenteuer kann beginnen. Dabei muss der Kater auf die harte Tour lernen, dass so mancher Segen auch einen Fluch nach sich ziehen kann... 

 


Regisseur Chris Miller („Monsters vs. Aliens“) hat ganze Arbeit geleistet und begeistert mit seinem durch geknallten Märchen altgediente Shrek-Fans wie Neueinsteiger gleichermaßen. Temporeich, urkomisch und brillant animiert ist „Der gestiefelte Kater“ die erste Wahl im aktuellen Familienfilm-Angebot. Und da ist es wieder, dieses „Aaahhh“!



von Robert Lucas
in Verleih von Paramount
Bundesstart: 08.12.2011


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