
Der belgische Comic-Autor Georges Prosper Remi, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hergé (1907 – 1983), schuf bereits im Alter von 22 Jahren zwei Figuren, die ihn unsterblich machen sollten: den rasenden Reporter Tim und seinen treuen Foxterrier. Mehrere Generationen wuchsen mit den gezeichneten Helden auf, ihre Abenteuer inspirierten kreative Menschen rund um den Globus. Nun schicken sich Tim und Struppi an, auch die nachgewachsenen Jahrgänge für sich zu begeistern. Kein Geringerer als Steven Spielberg bringt die belgischen Delikatessen auf die große Leinwand.
Als Tim das Modell eines Schiffes entdeckt, schrillen sofort seine inneren Alarmglocken. Ganz sicher birgt diese Miniaturausgabe der „Einhorn“ ein großes Geheimnis in sich! Mit seiner Neugier ruft der ambitionierte Journalist den Schurken Iwan Iwanovitsch Sakharin auf den Plan, der über Tim in den Besitz eines riesigen Schatzes aus dem Piratenzeitalter zu gelangen hofft. Tim und Struppi machen sich, unterstützt durch die beiden Privatschnüffler Schulze & Schultze und den bärbeißigen Kapitän Haddock, auf den Weg, das Geheimnis der Einhorn zu lüften. Dabei räumen ihnen die Gegner einen Stein nach dem anderen in den Weg. Wer das Power-Duo Tim und Struppi kennt, der weiß, dass die beiden immer die Nase vorn behalten werden. Doch helfen Schläue und Witz auch gegen den berüchtigten Fluch des Schatzes?
Wird mit dem guten Ruf der am Film Beteiligten Werbung gemacht, fallen meistens nur die Namen von Regisseur Steven Spielberg („E.T. – Der Außerirdische“) und Produzent Peter Jackson („Der Herr der Ringe“). Aber noch eine weitere verschworene Clique ist mit am Start: die Briten Simon Pegg und Nick Frost als „Schultze und Schulze“ sowie Drehbuchautor Edgar Wright. Falls es noch nicht klingelt: das Trio steht hinter den zum Kult avancierten Genre-Persiflagen „Shaun oft the Dead“ und „Hot Fuzz“. Klar, dass Wright und Co. auch in „Tim und Struppi“ für viel Humor der etwas anderen Art sorgen und damit ein erwachsenes Publikum bedienen. Aber natürlich ist der neue Steven-Spielberg-Film ein einziges großes Abenteuer für die ganze Familie. Der Meisterregisseur wählte das sogenannte Performance-Capture-Verfahren als Stilmittel. Echte Schauspieler (u.a. Jamie Bell, Andy Serkis, Daniel Craig) spielten die Szenen live, ihre Darbietung wurde digitalisiert und auf die computeranimierten Charaktere übertragen. Dass dabei kein Weg mehr an 3D vorbeiführte, muss man wohl gar nicht mehr erwähnen. Wie der Filmtitel bereits andeutet, sind weitere „Tim und Struppi“-Filme in Planung. Wenn der erste Teil den Nerv des Publikums trifft, wird die Show weitergehen. Und wer möchte ernsthaft daran zweifeln?
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