
Das Prinzip ist bei jeder vermarktbaren Vereinssportart dasselbe: die finanzkräftigsten Vereine wildern unter den weniger liquiden, spüren und kaufen die größten Talente auf. Die kleinen, finanzschwachen Mannschaften haben das Nachsehen. Sie haben viel Zeit und Mühe in den Aufbau einer jungen Begabung investiert und verlieren diesen Spieler, gerade wenn die Arbeit Früchte zu tragen beginnt.
Einst hat man Billy Beane (Brad Pitt) eine ganz große Karriere als Baseball-Profi vorhergesagt, aber die Realität gestaltete sich leider anders. Der Stern verglühte rasch und Billy fand sich als Manager der Oakland A's wieder, einer ambitionierten, aber finanziell nicht gerade verwöhnten Truppe, der man die Leistungsträger immer wieder in Rekordgeschwindigkeit abwirbt. Im Bemühen, aus der Not eine Tugend zu machen, greift Beane gewagte neue Theorien auf und engagiert den jungen Wirtschaftswissenschaftler Peter Brand (Jonah Hill). Die beiden hinterfragen die gängigen Besetzungspraktiken des Business und konzentrieren sich auf der Wert der Einzelleistung. Sie engagieren Spieler, die keiner will, weil sie aus irgendeinem Grund durchs Raster gefallen sind. Nicht nur der Field Manager (Philip Seymour Hoffman) sieht die Taktik mit großer Skepsis, auch den Fans der Mannschaft ist sie schwer zu vermitteln. Wird der Erfolg Beane am Ende Recht geben?
Die beiden Oscar®-Preisträger Aaron Sorkin („The Social Network“) und Steven Zaillian („Verblendung“) haben die wahre Geschichte des Billy Beane zu einem großartigen Drehbuch verarbeitet. Regisseur Bennett Miller, der seine Zuschauer in „Capote“ noch einschläferte, zauberte aus diesem Skript einen der wenigen Sportfilme, die auch einem Publikum gefallen, das mit Körperertüchtigung im Kino eigentlich nichts am Hut hat.
|
|