Oktober 26, 2011
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Kinokritiken

Killer Elite

Für das Leben eines Freundes

Killer Elite

Killer Elite

Der Actionstreifen „Killer Elite“ basiert lose auf dem Roman “The Feather Men” von Ranulph Fiennes, einem weitläufigen Cousin der Schauspieler Joseph und Ralph. Der Mann weiß, wovon er schreibt, denn er war selbst beim Special Air Service und wurde später mit der Tapferkeitsmedaille des Sultans von Oman ausgezeichnet.      

Danny (Jason Statham) war ein Mann fürs Grobe. Ohne Fragen zu stellen, schaltete der Söldner Menschen aus, die Regierungen oder Geheimdiensten im Wege standen. Viele seiner tödlichen Fähigkeiten hatte Danny von Hunter (Robert de Niro) gelernt, seinem väterlichen Freund. Nachdem ein Auftrag in Mexiko gefährlich aus dem Ruder gelaufen war, schmiss Danny hin und ergab sich dem Landleben. Aber nun holt ihn seine Vergangenheit ein.

Ein arabischer Scheich hat Hunter in seiner Gewalt. Es ist eine Frage der Ehre für Danny, seinen Mentor zu befreien. Hunter wollte sich noch einmal eine goldene Nase verdienen, aber was der Scheich von ihm verlangte, überstieg selbst seine Kompetenz bei Weitem. Nun soll Danny den Job übernehmen. Es gilt, jene Männer ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen, die einst drei Söhne des Auftraggebers töteten. Klingt einfach, ist es aber nicht. Die Zielpersonen gehören dem Special Air Service (SAS) an, einer gefürchteten Spezialeinheit der Armee ihrer Majestät. Aktuelle und ehemalige SAS-Leute stehen unter dem besonderen Schutz der „Feather Men“, einer einflussreichen geheimen Gesellschaft. Hier ist Spike (Clive Owen) dafür zuständig, die unliebsamen Leute aus dem Weg zu räumen. Danny und seine Mitstreiter sind sehr unliebsam. Es kommt zum Duell der Ausnahme-Kämpfer.

Ranulph Fiennes ist selbst ein harter Bursche, der mit 59 Jahren und nur dreieinhalb Monate nach einer doppelten Bypass-Operation inklusive drei Tagen im Koma sieben Marathons in sieben aufeinanderfolgenden Tagen auf sieben Kontinenten lief – die meisten Mitmenschen hätte schon der Jetlag umgebracht. Regisseur Gary McKendry konnte für sein Langfilmdebüt ein beeindruckendes Ensemble zusammentrommeln. Die Edelmimen Clive Owen und Robert de Niro sollen für die Charakterzeichnung sorgen, während „Transporter“ Jason Statham das macht, was er am besten kann: sich sehr fotogen fortbewegen, umlegen und zerstören. Man hätte gern mehr erfahren über den realen Hintergrund der Geschichte, aber McKendry legte seinen Schwerpunkt auf die sehr souverän choreographierten Actionsequenzen. Vielleicht zu wenig für 110 Minuten Film.



von Robert Lucas
in Verleih von Concorde Film
Bundesstart: 27.10.2011


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