November 9, 2011
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Kinokritiken

Mama Africa – Miriam Makeba

Nicht nur Pata Pata

Mama Africa

Mama Africa

Nachdem die Vuvuzelas der Fußball-WM in Südafrika verstummt sind, ist das Land am Kap wieder aus den Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit verschwunden. Regisseur Mika Kaurismäki („L.A. Without A Map“) schafft Abhilfe und bewahrt ein interessantes Kapitel aus dem kulturellen Leben während der Apartheid vor dem Vergessen.  


Ihren größten Hit „Pata Pata“, den selbst Otto Waalkes liebevoll verulkte, mochte sie nie wirklich, gesteht Miriam Makeba leicht verschämt. Ihr hätte es besser gefallen, wenn einem Lied mit einer tieferen Bedeutung dieser Erfolg beschieden gewesen wäre. Ein Leben lang hat die südafrikanische Sängerin ihre Stimme erhoben und sich eingemischt, gegen die die Apartheit, für Einheit und kulturelle Vielfalt gekämpft. Nun setzt ihr der finnische Filmemacher Mika Kaurismäki ein würdiges Denkmal.

Ihre ersten Lebensmonate verbrachte Makeba mit ihrer Mutter im Gefängnis. Vielleicht hat diese Erfahrung ihr Unterbewusstsein geprägt und bewirkt, dass sich die begnadete Sängerin lebenslang für die Freiheit ihrer Mitmenschen einsetzte. Die Autodidaktin wurde eines Tages von beeindruckten Profimusikern angesprochen, es war der Start einer großen Karriere, die wiederholt von tragischen persönlichen Erlebnissen überschattet wurde. Regisseur Lionel Rogosin drehte 1959 einen engagierten Dokumentarfilm über die Gesichter der Rassentrennung in Südafrika, Makeba singt darin zwei Lieder. Auf dem Filmfestival von Venedig stellte die Musikerin den Film „Come Back, Africa“ persönlich vor – und durfte selbst nicht mehr in die Heimat zurückkehren. Sie ging nach New York und fand in Superstar Harry Belafonte einen Fan und Unterstützer…


Anspruch: 3
Spannung: 3
Action: 1
Humor: 0
Erotik: 0



von André Wesche
in Verleih von Alpenrepublik / barnsteiner
Bundesstart: 10.11.2011


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