
Herzerwärmende Tiergeschichten für die ganze Familie sind im vorweihnachtlichen Kinoprogramm natürlich besonders gut aufgehoben. Die besten Streifen aus dieser Kategorie nehmen sich eines Vorbilds aus dem wahren Leben an. Auch die Story von „Mein Freund, der Delfin“ basiert auf Tatsachen.
Das Leben eines jungen Delfinweibchens hat gerade erst begonnen, als das Schicksal grausam zuschlägt. Das Tier verfängt sich mit der Schwanzflosse in einer Krebsreuse. Schwer verletzt bringt man den Delfin ins Clearwater Marine Hospital, wo sich Dr. Clay Haskett (Harry Connick, Jr.) rührend um den scheinbar aussichtslosen Fall kümmert. Aber die Wunde entzündet sich und der Schwanz des Meeressäugers muss amputiert werden. Ohne Flosse ist das „Winter“ getaufte Tier zum Tode verurteilt. Der Doktor resigniert, aber Sawyer (Nathan Gamble), Sohn der allein erziehenden Lorraine (Ashley Judd) und Freund von Clays Tochter Hazel (Cozi Zuehlsdorff), will sich nicht mit dem Ableben des Tieres abfinden, das ihm zur Freundin wurde. Er engagiert den Prothesen-Experten Dr. Ken McCarthy (Morgan Freeman), der plötzlich vor seinem ungewöhnlichsten Fall steht.
Tiefe Emotionen oder großer Kitsch? Ein Blick auf die Besetzungsliste reicht aus, um diese Fragestellung hinreichend abzuklären. Gestandene Charakter-Mimen wie Ashley Judd, Morgan Freeman und Kris Kristofferson stellen sich nicht in den Dienst zweitklassiger Tränendrücker. Was Regisseur Charles Martin Smith (“Air Bud – Champion auf vier Pfoten”) aus dieser wahren Geschichte gezaubert hat, ist pure Kinomagie. Natürlich ist Winters Überlebenskampf auch von Tragik und Rückschlägen geprägt und auch die Menschen machen so einiges mit, aber der Film „Mein Freund, der Delfin“ bleibt immer lebensfroh und optimistisch, er steckt voller Humor. Delfindame Winter spielt sich natürlich selbst. Ein positiver Nebeneffekt ihrer unglaublichen Story: die Erkenntnisse, die man bei der Arbeit an ihrer Prothese gewonnen hat, kommen heute auch vielen Menschen zugute.
|
|