November 2, 2011
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Kinokritiken

Paranormal Activity 3

Momentaufnahmen des Grauens

Paranormal Activity 3

Paranormal Activity 3

Wir schreiben das Jahr 1988. Mutter, Vater, zwei kleine Töchter, ein großes neues Haus. Und am Anfang machen sie noch Scherze. Er verdient seine Brötchen, indem er Hochzeiten auf VHS filmt, die Älteren werden sich erinnern. Auch privat kann Papa die Kamera nicht aus der Hand legen, zum Beispiel, wenn er Mami ganz doll liebhat. Bei dieser Gelegenheit wird Kalifornien von einem Erdbeben erschüttert. Später wird man auf dem Band erkennen, wie der herab rieselnde Staub für Sekundenbruchteile eine schemenhafte Gestalt aus dem Nichts reißt. Der erste Gänsehautmoment.

Zu Beginn erlebt man Momentaufnahmen familiären Glücks, die den Zuschauer unmittelbar zum Verbündeten der Leinwandhelden machen. Das sind keine Schauspieler, das sind Menschen wie du und ich. Und nach der Filmvorführung köpfen wir eine Flasche Wein.

Der Familienvater aus "Paranormal Activity 3" ist neugierig geworden. Er positioniert Kameras in Küche und Wohnzimmer, im Schlafzimmer, im Raum der Töchter. Das Ansehen der Bänder hält so manche Überraschung bereit. Mitten in der Nacht verlässt eines der Mädchen sein Bettchen und unterhält sich mit einem imaginären Freund. Das wirkt verstörend, ist aber nichts im Verglich zu den Ereignissen, die nun ihren Lauf nehmen.

Das Pulver ist noch lange nicht verschossen. "Paranormal Activity 3" strotzt vor originellen Einfällen, die wahlweise langsam Grauen aufbauen oder die gesamte Sitzreihe im kollektiven Schreckmoment erbeben lassen. Kein Horrorfan wird Blut und Gedärm vermissen, wenn er ganz ohne derlei Stumpfsinn neunzig Minuten am Bibbern gehalten wird. Kein Zweifel, diese Franchise wird weiterleben. Ihre Protagonisten wohl eher nicht.

 

Anspruch: 0
Spannung: 5
Action: 3
Humor: 1
Erotik: 0



von André Wesche
in Verleih von Paramount
Bundesstart: 03.11.2011


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