Dezember 22, 2011
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Kinokritiken

Ronal der Barbar

Der Herr der Klinge

Ronal der Barbar

Ronal der Barbar

Die spinnen, die Dänen! Nach dem großen Erfolg einheimischer Trickfilmproduktionen wie „Terkel in Trouble“ strebten unsere nördlichen Nachbarn diesmal nach noch Höherem. In gepflegtem 3D entstand ein angenehm unangepasster Film mit einem ungewöhnlichen Helden und einer gehörigen Portion Anarchie, freiwillig inspiriert durch unfreiwillig komische Fell- und Leder-Bands wie „Manowar“.

So sind sie, die Barbaren: Den Knackpo, wenn überhaupt, nur knapp mit Leder bedeckt, die Nippel gepierct und die Frontansicht mit ehrfurchtgebietenden Suspensorien aufgewertet. Nur Ronal ist von derlei archaischen Schönheitsidealen weit entfernt. Und nun hat unser schmächtiger Held auch noch das Pech, gerade in jenem Moment Dienst schieben zu müssen, in dem der furchteinflößende Bösewicht Volcazar seinen Stamm unterjocht. Ronal ist der letzte freie Barbar. Sein sterbender Onkel erteilt ihm den verbindlichen Auftrag, sein Volk zu befreien. Auf seiner Mission schart Ronal eine Handvoll mehr oder minder fähiger Gefährten um sich, immer auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schwert des Gottes der Barbaren. Ohne dieses Utensil geht nämlich gar nichts in punkto Heldentaten. Klar, dass das Schicksal so manche Überraschung für die ungewöhnliche Kampfgruppe bereithält. Beispielsweise gilt es, sich gegen liebreizende, aber sexuell völlig ausgehungerte Amazonen zur Wehr zu setzen. Naja, wenigstens ein bisschen…

Endlich mal etwas ganz anderes. Nach wie vor bleibt der Trickfilm die Domäne der Kinder- und Familienunterhaltung, dabei sollte doch gerade dieses Medium keine Grenzen kennen! Doch nun naht Ronal und schafft Abwechslung auf der ganzen Linie. Wirklich erwachsen ist sein Filmabenteuer zwar auch nicht, aber zumindest müssen die Kinozwerge draußen bleiben. Liebevolle „Herr-der-Ringe“-Anleihen, eine infantile Lust an Ferkeleien, wuchtige Soundtrack-Rhythmen und gnadenlose Schlachtengetümmel erfreuen das Herz all jener Fantasy-Fans, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen. Ein wahrhaft barbarischer Spaß, der Lust auf weitere dänische Delikatessen weckt.    

Mehr Infos unter:

Anspruch: 0
Spannung: 3
Action: 5
Humor: 3
Erotik: 1



von André Wesche
in Verleih von MFA
Bundesstart: 22.12.2011


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