
Die großen drei sind einfach nicht totzukriegen. Arnold „Arnie“ Schwarzenegger setzt sich nach seiner Politkarriere nicht etwa zur Ruhe. Er will es auch mit 65 wieder wissen und ballert sich durch „The Last Stand“. Der angegraute Bruce Willis (57) stirbt unterdessen immer noch langsam. Und auch Sylvester Stallone, mit 66 der Methusalem im Bunde, wirft noch lange nicht die großkalibrige Flinte ins Korn. Er schlägt sich wacker in einem Buddy-Movie der alten Schule.
Jimmy “Bobo” Bonomo (Stallone) und sein Partner Louis Blanchard (Jon Seda) verdienen ihre Brötchen als Auftragskiller. „Keine Frauen, keine Kinder“ lautet Jimmys Credo, das beim aktuellen Auftrag auf eine harte Probe gestellt wird. Überhaupt ist nach diesem Job plötzlich alles anders. Der hünenhafte Killer Keegan (Jason Momoa) heftet sich an Jimmys Fersen und Louis wird ins Jenseits befördert. Aus der Hauptstadt kommt Detective Taylor Kwon (Sung Kang) ins schwüle New Orleans, um Jimmys letzten Abschuss aufzuklären, weil der Mann im Fadenkreuz ein Cop war. Kein Zweifel, diesmal hat man den alten Hasen gründlich reingelegt. Und der kennt nur einen Weg, um mit Demütigung und Verlust umzugehen: Rache. Selbst wenn das bedeutet, unorthodoxe Allianzen schließen zu müssen.
Walter Hill, Jahrgang 1942, hat im Laufe seiner langen Karriere so stilprägende Filme wie „Nur 48 Stunden“ oder „Red Heat“ inszeniert. Wenn sich der Regie-Altmeister nun mit dem reifen Stallone zusammentut, war es gewiss nicht das Ziel, das Genre zu revolutionieren. „Shootout – Keine Gnade“ feiert noch einmal alle Ideale ab, die den Actionfilm in den goldenen 80-er Jahren so überlebensgroß machten: waghalsige, handgemachte Stunts, aufgepumpte Bodies und immer ein markiger Spruch genau zur rechten Zeit. Das gefällt dem Papa und dem herangewachsenen Sohnemann ebenso.
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