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Küppersbuschs neue Verbraucherkritik

Dreist und eckig beschreibt Moderator Friedrich Küppersbusch sein neues Projekt.
Dreist und eckig beschreibt Moderator Friedrich Küppersbusch sein neues Projekt.

Was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie gerade jetzt zurückkehren?
Die haben mich reingelegt. Das Projekt „Tagesschaum“ ist so dreist und eckig – ich war sicher, das machen die eh nie. Dann spielt WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn einen ganz cleveren Trick: Er sagte einfach: Mach doch.

Auf was müssen wir uns gefasst machen?
Eine knappe Viertelstunde Onkel Fred erklärt die Welt. Die drei, vier Gegendarstellungen zu den Themen des Tages – die Leute wissen heute vieles übertag schon – abends bieten wir die Meldung hinter der Meldung an, die Haltung, mit der man das alles aushält.

Was bedeutet die redaktionelle Unterstützung durch Bildblog-Gründer Stefan Niggemeier? Schreibt er Texte, beobachtet er die Medien? Tritt er auch auf?
Genau. Da haben wir alle Optionen. Auch bei Stefan Reinecke von der „taz“ und Stefan Laurien vom Blog „Ruhrbarone“. Außer mir heißen hier alle Stefan. Carolin Emcke, Journalistin des Jahres 2010, wird mitschreiben und andere Edelfedern mehr. Ich bin völlig geschmeichelt, wie viele feine Kollegen Lust haben, es diesmal anders anzugehen. Mit Martin Hövel und Jürgen Wiemers sind zwei „ZAK“-Veteranen die Masterminds im Hintergrund.“

Warum gibt es keine Interviews – das war doch immer eine Ihrer Stärken?
Die interessanten Gäste können heute zwischen Dutzenden Stuhlkreisen wählen und letztlich sich ausbedingen, welche Themen sie akzeptieren. Wenn es vor der Wahl eng wird, können Kandidaten sich bewerben, stumm neben mir zu sitzen um noch ein paar Stimmen herbeizugrinsen.

Wieviel Lust haben Sie, die Sendung nach der Bundestagswahl fortzusetzen?
Wenn’s erfolgreich wird, ist es bis dahin eh kopiert.

Wird dies nicht ein langweiliger Bundestagswahlkampf, weil wir alle wissen, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt?
Ja. Eben deshalb versuchen wir, die Perspektive umzudrehen. Wir verdolmetschen nicht Politik, sondern machen Verbraucherkritik von unten nach oben.

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