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Macherin mit Mut und Leidenschaft

Die künftige Intendantin Karin Beier.
Die künftige Intendantin Karin Beier.

„So ein Angebot bekommt man nur einmal im Leben“, antwortete Karin Beier auf die Frage, was sie nach Hamburg gelockt habe. Das Deutsche Schauspielhaus sei „eines der schönsten Theater der Welt“. Die leidenschaftliche und zupackende Regisseurin und Intendantin, die das Kölner Schauspiel gleich zwei Mal zum „Theater des Jahres“ führte, wird in der Hansestadt bereits sehnsüchtig erwartet. Die 47-jährige gebürtige Kölnerin soll das größte deutsche Sprechtheater, das seit einem Jahr aufwendig saniert wird, wieder zu neuem Glanz und Ruhm führen. Karin Beier lebt für das Theater. Nach dem Abitur studiert sie Anglistik und Theaterwissenschaften in Köln und gründet die Theatergruppe „Countercheck Quarrelsome“, die radikal modernisierte Shakespeare-Inszenierungen herausbringt.

1996 wird sie Hausregisseurin am Hamburger Schauspielhaus unter der Intendanz von Frank Baumbauer. Es folgen Inszenierungen in Köln, Bochum und Zürich. Kritiker loben ihr „sinnliches und rebellisches Theater“, das alte Texte so intensiv befrage, bis sie von der Gegenwart handelten. Am Wiener Burgtheater arbeitet sie als Hausregisseurin, bevor sie mit der Spielzeit 2007/2008 die Intendanz des Kölner Schauspiels übernimmt.
Doch nicht nur durch zahlreiche ausgezeichnete Produktionen, sondern auch durch einen erbitterten Streit um Abriss oder Neubau des Kölner Schauspielhauses macht die engagierte Theatermacherin von sich reden. Angst vor ihrer neuen Aufgabe hat die Unerschrockene nicht, auch wenn das Deutsche Schauspielhaus als schwer zu leiten gilt.

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