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Neuer Film von Will Smith ausgebremst

Will Smith (rechts) als Cypher Raige und Jaden Smith als Kitai Raige in einer Szene des Kinofilms „After Earth“. Der Film kommt diese Woche in die deutschen Kinos. Doch schon vorab gibt es Ärger.
Will Smith (rechts) als Cypher Raige und Jaden Smith als Kitai Raige in einer Szene des Kinofilms „After Earth“. Der Film kommt diese Woche in die deutschen Kinos. Doch schon vorab gibt es Ärger.

An den Kinokassen in den USA legte er einen Fehlstart hin – und jetzt gibt es auch noch Vorwürfe um unterschwellige Scientology-Propaganda: „After Earth“, der neue Film von Will Smith („Men in Black“), soll versteckt Werbung für die umstrittene Organisation machen. Smith hat sich im Gegensatz zu anderen Hollywoodstars nie zu Scientology bekannt, soll sie aber laut US-Medienberichten mit größeren Geldsummen mehrfach unterstützt haben. In Deutschland kommt „After Earth“ morgen ins Kino.

Der Film „riecht nach Scientology“ schrieb etwa „The Daily Beast“, Partner der renommierten „Newsweek“, unter der Überschrift „Dianetik – Der Film?“. Die von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard erdachte Lehre ziehe sich wie ein roter Faden durch den Film.

Direkte Zitate aus Hubbards Lehre

In „After Earth“ kehren in einer fernen Zukunft Vater und Sohn auf die von Menschen aufgegebene Erde zurück und müssen sich Dutzenden Gefahren stellen. Dabei geleitet der Vater den Sohn durch schwierige Situationen. „Die Gemeinsamkeiten reichen von direkten Zitaten – der ausbrechende Vulkan in der letzten Szene erinnert an den Titel von Hubbards Buch – bis zum Hauptthema des Films: Smiths Figur besiegt seine Gefühle und meistert die Herausforderung, ganz wie es Hubbard immer predigte“, schreibt „The Daily Beast“. Die Führung des Sohnes durch den Vater erinnere an das „Auditing“, eine Gesprächspraxis von Scientology, mit der der Geist gereinigt werden solle.

Auch andere Zeitschriften sind kritisch. Der Film sei ein „Liebesbrief an Scientology“ schrieb „Vulture“. „Der Hauptfeind ist die Furcht“, genau so sei es bei Hubbard. Das Fachblatt „The Hollywood Reporter“ ließ Marc Headley den Film anschauen. Der bezeichnet sich als Aussteiger und beschrieb vor acht Jahren in einem Buch, wie Scientology ihn schikaniert haben soll.

Smith-Familie soll Sekten-Projekte unterstützt haben

„After Earth“ ist ein Film der Familie Smith. Vater und Sohn spielen die Hauptrollen, Mutter Jada Pinkett Smith ist Produzentin. Im Gegensatz zu anderen Stars wie Tom Cruise, Lisa Marie Presley und John Travolta („Battlefield Earth“) haben die Smiths nie eine Mitgliedschaft bei Scientology bestätigt. Allerdings berichten US-Medien, dass sie immer wieder Projekte der Organisation unterstützt hätten.

Smith selbst hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert und auch die Organisation schweigt. Allerdings sind einige Werte, die der Film aufgreift, nicht gerade Scientology-exklusiv: Furcht überwinden, sich durchkämpfen, nicht unterkriegen lassen – das gibt es auch in anderen Religionen, Kulturen und Traditionen. Und in anderen Filmen sowieso.

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