Dezember 1, 2011
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Lebensstationen von Christa Wolf

Berlin (dpa)  

Christa Wolf galt vielen Lesern als moralische Instanz. Die DDR und die SED sah sie mit kritischer Distanz, blieb ihr aber lange treu. Stationen ihres Lebens:

- 1929 kommt sie am 18. März im heute polnischen Landsberg an der Warthe zur Welt. - 1945 flüchtet ihre Familien nach Mecklenburg.

- 1949 wird Wolf Mitglied der SED.

- 1949 bis 1953 studiert sie Germanistik in Jena und Leipzig. In dieser Zeit heiratet sie den Schriftsteller Gerhard Wolf. Das Paar bekommt später zwei Töchter.

- 1959 bis 1962 führt sie die Stasi zunächst als „Gesellschaftliche Mitarbeiterin“ und dann als IM „Margarethe“.

- 1961 wird ihr erstes Buch, die „Moskauer Novelle“, veröffentlicht. Viele weitere folgen.

- 1963 erscheint „Der geteilte Himmel“, Wolf wird dafür mit dem Heinrich-Mann-Preis geehrt. Später folgen Auszeichnungen wie der Deutsche Bücherpreis, der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur, der Georg-Büchner-Preis und der Thomas-Mann-Preis.

- Ab dem Ende der 1960er Jahre werden Wolf und ihre Familie von der Stasi ausspioniert.

- 1989 tritt Wolf aus der SED aus. Sie fordert ein Weiterbestehen der DDR.

- 1993 werden ihre früheren Stasi-Kontakte bekannt. Sie veröffentlicht daraufhin ihre Akte.

- 2003 veröffentlicht sie Tagebuchauszüge von 1960 bis 2000.

- 1. Dezember 2011: Christa Wolf stirbt in Berlin.

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