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„Wilde Kerle“ werden gefeiert

Das Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ begeistert seit 50 Jahren Kinder in aller Welt.
Das Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ begeistert seit 50 Jahren Kinder in aller Welt.

In diesem Jahr feiert ein ganz besonders beliebtes Kinderbuch einen runden Geburtstag. Es erzählt die Geschichte von Max, der einen Wolfspelz trug und nur Unfug machte. Seine Mutter schimpfte und nannte ihn einen wilden Kerl. Er aber knurrte sie an und sagte: „Ich fresse Dich auf!“ Da musste Max ohne Essen ins Bett. Na, erkennt jemand die Geschichte? Richtig. Es ist die Geschichte vom kleinen Max, der allein auf eine große Traumreise geht. Sein Zimmer verwandelt sich in einen Wald und einen See, mit einem Boot – alles nur für ihn. Schließlich kommt Max ins Land „Wo die wilden Kerle wohnen“.

Und genau so heißt auch das Buch, das Maurice Sendak vor 50 Jahren geschrieben und gemalt hat. Sendak war ein Bühnenmaler und ein Illustrator. Viele Jahre hat er an amerikanischen Theatern die Hintergründe – also die Kulissen – gezeichnet. Mit seinen über hundert Kinderbüchern, die noch heute beim Einschlafen in aller Welt vorgelesen werden, hat erim vergangenen Jahrhundertandere Schriftsteller, Lehrer und Eltern gegen sich aufgebracht.

Maurice Sendak malte seine Geschichten nämlich realistischer als seine Kollegen. Einige meinten deshalb, das sei viel zu gruselig für kleine Kinder. Andere sagten, Kinder würden das nicht verstehen. Am Ende erschien das Buch aber und wurde ein großer Erfolg. Max findet die wilden Kerle und schickt sie ohne Essen ins Bett. Und irgendwie scheint es im Buch und im Film auch darum zu gehen, wie man sich wütend liebhaben kann. Der Maler Maurice Sendak hat über sein Buch gesagt, dass es nicht jedem gefallen soll, nur den Kindern.

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