
| Ruderin Drygalla mit Nazi-Umfeld |
von Redaktion
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Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns wird sich bei ihrer Kabinettssitzung an diesem Dienstag mit dem Fall der Rostocker Ruderin Nadja Drygalla befassen. Wie Regierungssprecher Andreas Timm am Montag in Schwerin sagte, soll Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) dazu einen Bericht geben.
Während die Sportlerin, die mit dem früheren Rostocker NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer liiert ist, persönliche Kontakte zur rechtsextremen Szene bestreitet, war das Innenressort 2011 zu einer anderen Bewertung gekommen. Demnach gehörten auch Personen zum Bekanntenkreis Drygallas, „die der offen agierenden rechtsextremistischen Szene zugehörig sind“.
Austritt Fischers aus der NPD noch nicht bestätigt
In der Folge hatte die Sportlerin ihre Polizeiausbildung vorzeitig abgebrochen und war auch aus der Sportfördergruppe ausgeschieden. Drygalla hatte sich im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa klar vom rechtsextremen Gedankengut distanziert.
Ihren Angaben zufolge hat ihr Freund inzwischen mit den Rechtsextremisten gebrochen. Eine Bestätigung seines NPD-Austritts durch den Landesverband der Partei steht bislang aus. Unterdessen nimmt die Kritik an Caffier und den zuständigen Sportverbänden zu. „Drygallas Umfeld war schon länger bekannt. Man hat versäumt, sich vor den Olympischen Spielen offensiv damit auseinanderzusetzen. Nun versuchen alle, sich reinzuwaschen, und das auf Kosten der Sportlerin“, sagte der innenpolitische Sprecher der Linken im Schweriner Landtag, Peter Ritter.
Noch bei der Verabschiedung der Sportler zu Olympia hätten sich die Spitzenpolitiker des Landes auch mit Drygalla ablichten lassen. Ritter forderte die rot-schwarze Landesregierung auf, die Sportlerin nun nicht alleinzulassen. „Es ist wichtig, sie an die Hand zu nehmen und ihr zu helfen“, betonte Ritter.
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