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Betrüger nutzen hilflose Lage von Flutopfern aus

Anklam/Ludwigslust/Rostock.Was für eine dreiste, schamlose Masche: In Mecklenburg-Vorpommern versuchen landesweit Betrüger, aus dem Mitleid für Flutopfer Kapital zu schlagen. So meldete die Polizei am Montag bereits mehrere Fälle aus der Region Güstrow, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie aus Vorpommern, wo angeblich Spenden für Opfer des Hochwassers gesammelt werden sollten.
Mehrere Männer und Frauen hätten Passanten angesprochen, erklärte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Rostock. Zuvor hatten Frauen in den vergangenen Tagen an Haustüren in Aschersleben bei Ferdinandshof und Luckow (Kreis Vorpommern-Greifswald) geklingelt und vorgegeben, Flutopfer zu sein oder für solche Opfer zu sammeln. In den bisher gemeldeten Fällen hätten die Angesprochenen besonnen gehandelt, nichts gezahlt und die Polizei informiert.
Die Rekordflut der Elbe nimmt indes immer bedrohlichere Ausmaße an. Das Wasser rückt an die Deichkronen heran. Am Montagnachmittag stieg der Pegelstand in Dömitz pro Stunde allerdings um weniger als einen Zentimeter, zuvor waren es zeitweise vier Zentimeter in der Stunde gewesen. Der Pegel erreichte 7,18 Meter – das sind gut fünf Meter mehr als normal und fast ein halber Meter über dem historischen Höchststand von 6,72 Meter, der beim Januar-Hochwasser 2011 gemessen worden war.
Das Wasser soll in den nächsten Tagen noch weiter steigen. Zur Wochenmitte erwarten die Experten bis zu 7,65 Meter in Dömitz und bis zu 7,80 Meter in Boizenburg.
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