Februar 15, 2012
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Commander macht Druck von Annika Kiehn

Commander macht Druck

Mit militärischer Attitüde hält eine Druckmaschine neuester Generation Einzug in die Halle der Nordkurier-Druckerei auf dem Neubrandenburger Datzeberg. Finale einer Millionen-Investition, die den Medienstandort sichert und von dem die regionale Wirtschaft profitiert.

Weitere Module dieser Größe werden zurzeit am Neubrandenburger Nordkurier-Druckstandort Datzeberg installiert.
Weitere Module dieser Größe werden zurzeit am Neubrandenburger Nordkurier-Druckstandort Datzeberg installiert.
Foto: Annika Kiehn (nk)
Neubrandenburg (aki)  

Das Druckzentrum der Nordkurier Verlagsgruppe bekommt einen neuen Commander - oder besser eine Kommandantin: Denn die nagelneue Druckmaschine ist eine SIE und trägt den kraftvollen Namen „Commander CT“. Gegen alle Orakel vom vermeintlichen Zeitungssterben gilt die Investition, zu der sich die Kurierverlagsgruppe mitten in der Wirtschaftskrise entschlossen hatte, als Garant für den Druckstandort Neubrandenburg. Vergangene Woche erreichten die Module der neuen Rotation ihr Zuhause auf dem Datzeberg im Norden der Stadt. Trotz neunmonatiger präziser Planung erforderte die klirrende Kälte manch ungeplanten Handschlag. „Wir mussten sogar Klebeband und einige Arbeitsgeräte erst auftauen“, erzählt Peter Schreck, Obermonteur des Würzburger Druckmaschinenherstellers Koenig und Bauer AG (KBA).

Mit Feingefühl, Erfahrung und starken Nerven haben die KBA- und Nordost-Druck-Mitarbeiter die Einzelteile des zwölf Meter hohen und 300 Tonnen schweren Kolosses an seinen Platz gebracht. Nun gilt es, ihn mit allem zu versorgen, was er zum „Leben“ braucht: Strom, Druckluft, Kühlwasser, Druckfarben- und Waschmittelzufuhr.

Zur Unterstützung hat die Nordost-Druck viele Unternehmen der Region eingespannt. „Ich war schon 1993 bei der Installation der Vorgängermaschine mit von der Partie“, erinnert sich Lothar Walther vom gleichnamigen Ingenieurbüro für Haus- und Versorgungstechnik aus Neustrelitz. „Es war damals mein erster Großauftrag als Selbstständiger“. Gemeinsam mit Klaus Schulz von der Elektroinstallationsfirma Schulz und Friebe GmbH aus Penzlin plant und realisiert er dieser Tage alles, was technisch erforderlich ist. „Es freut mich, dass sich die Nordkurier-Druckerei so zukunftsorientiert zeigt. Wer sich auf dem Markt behaupten will, muss technisch immer auf dem neuesten Stand sein“, sagt er und Klaus Schulz stimmt ihm nickend zu.

Mit der Commander CT findet sich die Nordkurier-Verlagsgruppe in bester Gesellschaft: So drucken „Schwestern“ dieser Druckmaschine bereits in London bei der „Sun“ und in New York bei der „Daily Post“. Mit der neuesten Technologie, die der Markt zu bieten hat, darf sich die Neubrandenburger Nordost-Druck ab Mai – wenn die Rotation in Betrieb geht – als Mecklenburg-Vorpommerns modernstes Druckzentrum bezeichnen.

Bis zu 45 000 Zeitungen kann die Maschine je Stunde drucken. Der Wechsel der Druckplatten für die täglich 13 Lokalausgaben wird fast doppelt so schnell gehen wie bisher. Ein weiterentwickeltes Farbwerk mit drei Auftragswalzen garantiert höchste Brillanz und Wiedergabequalität - und das für eine größere Vielfalt an Druckerzeugnissen. „Das werden unsere Leser und Anzeigenkunden gleichermaßen zu schätzen wissen“, ist Nordkurier-Druckerei-Geschäftsführer Lothar Prehn überzeugt.

Ankunft der neuen Druckmaschine
Finale einer Millionen-Investition: Eine Druckmaschine neuester Generation ist in der Nordkurier-Druckerei auf dem Neubrandenburger Datzeberg installiert worden. Bis zu 45 000 Zeitungen kann die Maschine je Stunde drucken.
Erste Stahlträger bilden das neue Grundgerüst.
Erste Stahlträger bilden das neue Grundgerüst.
Foto: Annika Kiehn
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