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Die Familie ist im Land ein Auslaufmodell

Wiesbaden/Schwerin.Abwanderung, Geburtenknick, Trennung – in keinem anderen Bundesland hat das Leben in der Familie seit 1996 einen so dramatischen Wandel erlebt wie in Mecklenburg-Vorpommern. So lebten im Jahr 2011 nur noch 42 Prozent der Bevölkerung im Land in Familien, nach Berlin (40) sowie Sachsen und Bremen (je 41) der drittniedrigste Wert unter den 16 Bundesländern.
Wie aus den nun veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, verzeichnete MV im Vergleichsjahr 1996 mit damals 63 Prozent noch die bundesweit höchste Familienquote.
Der Rückgang war damit zweieinhalb Mal so stark wie in ganz Deutschland. Bundesweit 49 Prozent der Bevölkerung lebten laut Statistik 2011 in Familien. Vor 15 Jahren habe der Anteil noch 57 Prozent betragen, hieß es. Zu Familien zählen die Statistiker Mütter und Väter – auch Stief-, Pflege- oder Adoptiveltern – und die mit ihnen in einem Haushalt zusammen lebenden minder- oder volljährigen Kinder. Basis der Zahlen ist der Mikrozensus.
Wie eine Sprecherin des Statistikamtes sagte, ist der Anteil der Einkind-Familien und der Alleinerziehenden in den neuen Bundesländern höher als im Westen. Zudem sei ein Großteil junger Leute von Ost nach West abgewandert.
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