Nordkurier.de

Fischbrötchen-Zeuge bedroht

Stralsund.Auf zwei der drei Angeklagten im Stralsunder Prozess um den sogenannten Fischbrötchen-Krieg kommt ein weiteres Verfahren zu. Sie müssen sich wegen räuberischer Erpressung demnächst vor dem Neubrandenburger Landgericht verantworten. Dies ergaben die Zeugenaussagen einer Neubrandenburger Kriminalistin und einer Hotelangestellten vor dem Landgericht Stralsund.
Die beiden Angeklagten sollen mit anderen Beteiligten den Hauptbelastungszeugen im Stralsunder Prozess in einem Malchiner Hotel überfallen haben. Dabei hätten sie ihn mit dem Tode bedroht und zudem versucht, von
seiner Mutter 10000 Euro
zu erpressen.
Die Staatsanwaltschaft wirft den drei in Stralsund angeklagten Männern – 29, 33 beziehungsweise 34 Jahre alt – gefährliche Körperverletzung und Brandstiftung vor. Sie sollen im Juli 2012 den Stralsunder Vize-Oberbürgermeister Dieter Hartlieb zusammengeschlagen haben. Ferner sollen sie für eine im Stralsunder Bauamt gelagerte Bombenattrappe verantwortlich sein. Die Ermittler vermuten hinter diesen Taten sowie Brandanschlägen auf einen Fischkutter, ein Auto und einem Buttersäureangriff auf ein Hotel einen gewaltsam ausgetragenen Streit um Konzessionen für den Betrieb von Fischverkaufskuttern im Stralsunder Hafen. Der Hauptbelastungszeuge steht unter Zeugenschutz. Seine Glaubwürdigkeit war Gegenstand der Verhandlung am Freitag.
Bislang hätten alle seine Aussagen anderweitig bestätigt werden können, sagte ein Beamter der Anklamer Kriminalpolizeiinspektion.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×