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Investitionsrekord und Jobs erwartet

Gut 1500 Windräder drehen sich schon in Mecklenburg-Vorpommern.
Gut 1500 Windräder drehen sich schon in Mecklenburg-Vorpommern.

Bauboom in den Windparks im Nordosten: In neue Anlagen wird in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr voraussichtlich so viel investiert wie in keinem Jahr davor. Der Landesverband Windenergie geht davon aus, dass Windräder mit einer Gesamtleistung von 500 bis 600 Megawatt errichtet werden. Das entspricht bis zu 900 Millionen Euro Investitionsvolumen, wie der Vorsitzende des Landesverbandes Windenergie, Andreas Jesse, am Mittwoch in Schwerin sagte.

Im vorigen Jahr hatten Investoren im Nordosten 124 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 307 Megawatt errichtet. In den Jahren davor waren es Jesse zufolge gar nur jeweils zwischen 100 und 200 Megawatt. Grund sei gewesen, dass die neuen Windeignungsgebiete in den vier Planungsregionen des Landes noch nicht ausgewiesen waren. Dadurch standen benötigte Flächen nicht zur Verfügung. Im vergangenen Jahr sei schließlich der „Planungsknoten“ durchschlagen worden. Mit 1950 Megawatt installierter Windkraft-Leistung liegt Mecklenburg- Vorpommern gegenwärtig auf Platz sechs im Vergleich der Bundesländer. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Jesse erwartet jährlich neue Anlagen im Nordosten in der Größenordnung von 2013. „Jetzt löst sich der Stau auf, der in den vergangenen zehn Jahren entstanden ist“, sagte er.

Während im vorigen Jahr vor allem in Vorpommern viele Windräder errichtet wurden – in der dortigen Planungsregion seien die Eignungsflächen zuerst ausgewiesen worden – erwartet Jesse in diesem Jahr vor allem im Raum Mittleres Mecklenburg/Rostock einen Investitionsschub. Die jetzt ausgewiesenen Eignungsgebiete entsprechen dem Verbandschef zufolge 1,1 Prozent der Landesfläche. Über eine „Teilfortschreibung“ der Planung könnten es in den zwei bis drei Jahren 1,5 bis 1,6 Prozent sein. Jesse will noch mehr: „Wir fordern, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergienutzung auszuweisen“, sagte er.

Dabei sei auf Akzeptanz der Anwohner zu achten. Er bot seinen Verband als Vermittler an. An Windparkbetreiber appellierte er, sich in der Gemeinde einzubringen.

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