Nordkurier.de

Ladenkassen sollen sonntags öfter klingeln

Shopping oder Sonntagsruhe, das ist eine Frage beim heutigen Spitzentreffen von Landes- und Kirchenvertretern. Auf die Antwort dürfte der Handel im Land gespannt sein.
Shopping oder Sonntagsruhe, das ist eine Frage beim heutigen Spitzentreffen von Landes- und Kirchenvertretern. Auf die Antwort dürfte der Handel im Land gespannt sein.

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine Lockerung des Sonntagseinkaufs ab. Bei ihrem turnusmäßigen Spitzengespräch in Schwerin verständigten sich Vertreter von Landesregierung und Katholischer Kirche darauf, zunächst die Entwicklung in Schleswig-Holstein abzuwarten. Dort soll in den kommenden Tagen eine neue Rechtsverordnung für die Sonntagsöffnung vorgestellt werden. Die Grundlage dafür geht auf einen Kompromiss zurück, vereinbart von Politik, Handel, Gewerkschaften und Kirchen. Letztere hatten dem Vernehmen nach nur zähneknirschend zugestimmt, waren es doch gerade die Kirchen, die der zunehmenden Sonntagsöffnung auf dem Rechtsweg Einhalt gebieten wollten.

Hierzulande erlaubt die aktuelle „Bäderregelung“ Einzelhändlern in 96 Orten und Ortsteilen von Ende März bis Ende Oktober sonntags zwischen 13 und 18 Uhr zu öffnen. Für Schleswig-Holstein wird eine weitreichendere Regelung erwartet. Mecklenburg-Vorpommern sollte demgegenüber nicht benachteiligt werden, so die Hoffnung der Landesregierung. Noch hat die Katholische Kirche die Möglichkeit, am Oberverwaltungsgericht Greifswald eine juristische Überprüfung der „Bäderverkaufsverordnung MV“ zu erwirken, doch ist auch ihr an einer Einheitlichkeit zwischen den Nachbarländern gelegen.

Wie ein Sprecher der Katholischen Kirche in Mecklenburg sagte, werde eine „zügige Einigung“ mit dem Land angestrebt.mart

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×