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Löhne in einem Drittel der Kitas im Land zu niedrig

Die Bundesagentur für Arbeit will 5000 Arbeitslose zu Erziehern ausbilden.
Die Bundesagentur für Arbeit will 5000 Arbeitslose zu Erziehern ausbilden.

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werden in einem Drittel der Kitas im Land unangemessen niedrige Löhne gezahlt. Während ein Viertel der Kindertagesstätten nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zahle und andere sich in ihren Haustarifverträgen daran anlehnten, bewege sich ein Drittel nahe am Niedriglohn. Als Beispiel nannte GEW-Vertreterin Heike Schweda eine 55-jährige Erzieherin bei einem freien Träger, die einen Stundenlohn von 11,86 Euro bekomme. „Die tariflichen Stundenlöhne liegen zwischen 12,64 Euro im ersten Berufsjahr und 17,74 Euro nach 18 Dienstjahren.“

In einer Anhörung zum Entwurf für ein neues Kita-Gesetz in Mecklenburg-Vorpommern schlug die Gewerkschaft im Landtag vor, eine Tarifpflicht in das Gesetz aufzunehmen. Wer den Zuschuss des Landes haben wolle, müsse einen Tarifvertrag abschließen.

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