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Malchin chartert Film-Flugdrohne

So haben die Malchiner ihre Stadt bestimmt noch nie gesehen: Aufnahmen aus etwa 100 Meter Höhe von verschiedenen Richtungen auf Häuser, Parkanlagen, Betriebe und Gewerbeflächen. Malchin plant einen neuen Image-Film, zwar nur drei Minuten lang, trotzdem aber ganz großes Kino. „Das wird für uns schon ein Alleinstellungsmerkmal, weil das bisher wohl kaum eine andere Stadt in der Umgebung hat“, schwärmt Rathaus-Teamleiter Reinhard Dorn. Die Stadt hat nämlich für drei Tage eine sogenannte Industriedrohne gebucht, die ab dem 15. Mai über der Stadt schwirren wird. Äußerst leise und kaum windanfällig, wie Reinhard Dorn betont. Und natürlich mit einer hochmodernen Kamera ausgerüstet, die nicht nur Filmaufnahmen in HD-Qualität liefert, sondern auch noch Fotos schießen kann. Bis Mitte nächster Woche sind dann hoffentlich auch die Rapsfelder um Malchin herum für den Farbfilm schön gelb. Eine Genehmigung des Luftfahrtamtes liege bereits vor, höchstens 100 Meter darf die Drohne in den Himmel steigen – über die Kirchturmspitze von St. Johannis kommt sie damit locker. Bezahlt werden die Flugstunden aus Städtebaufördermitteln und von einem Sponsor. Das ist jene Firma, die am Zachow einen Solarpark errichtet hat, wie Reinhard Dorn verrät.

Darf die Flugkamera denn nun aber tatsächlich alles aufnehmen, was ihr vor die Linse kommt und vielleicht gar nicht für jedermanns Auge bestimmt ist? Da kann der Teamleiter beruhigen. Natürlich werde genau hingeschaut, was dann für den Drei-Minuten-Clip zusammengeschnitten wird. Allzu private Szenen würden herausgeschnitten. Auch beabsichtige die Stadt nicht, die Drohne etwa im Kampf gegen Parksünder einzusetzen, obwohl entsprechende Fotos wohl als eindeutiges Beweismaterial gelten dürften. „Vorwiegend wird die Drohne über der Altstadt eingesetzt“, kündigt Dorn an.

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