
| Verkehrsunfälle |
von Redaktion
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Knapp zehn Monate nach der Massenkarambolage in einem Sandsturm auf der Autobahn 19 bei Kavelstorf haben die Gutachter ihre Arbeit abgeschlossen. „Das Gutachten der Dekra über das Unfallgeschehen auf der Fahrbahn Richtung Rostock liegt der Staatsanwaltschaft vor“, sagte Behördensprecherin Maureen Wiechmann am Freitag. Details aus diesem Gutachten könnten noch nicht genannt werden, die Auswertung werde mindestens zwei Monate dauern.
Bei der schwersten Massenkarambolage der letzten 20 Jahre in Deutschland waren am 8. April 2011 acht Menschen gestorben, 131 wurden verletzt. Insgesamt waren 83 Fahrzeuge ineinandergerast, 23 in Richtung Berlin und 60 Autos in Fahrtrichtung Rostock. Dort brannten auch die Autos und starben die Menschen. Ein Sturm hatte nach tagelanger Trockenheit Sand von umliegenden Feldern aufgewirbelt und über die Fahrbahn getrieben.
Weiter fortgeschritten ist die Bearbeitung des Unfalls in Fahrtrichtung Berlin, sagte Wiechmann. Es gebe bislang vier Beschuldigte, gegen die Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eröffnet wurde. Deren Anwälte hätten Akteneinsicht. Ob sich aus den Ermittlungen auch Anklagen ergäben, stehe noch nicht fest. „Es ist noch nichts entschieden“, sagte Wiechmann.
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