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Minister punkten in Flensburg

Auch wenn sich deutsche Minister in der Regel durch Chauffeure kutschieren lassen, hat der eine oder andere doch auch Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei gesammelt. Der brandenburgische Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) beispielsweise: Er wurde vor einigen Jahren auf einer Autobahn mit 121 Stundenkilometern geblitzt. Pech nur, dass lediglich 100 „Sachen“ erlaubt waren. Die Punkte seien allerdings inzwischen gelöscht worden.

Im Schweriner Innenministerium gibt man sich viel Mühe, um die Nordkurier-Frage nach den Punkten von Ressortchef Lorenz Caffier (CDU), der ja auch für die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zuständig ist, zu beantworten. Um sicherzugehen, seien auch die Daten der Polizei hinzugezogen worden. Die brachten kein Ergebnis. Der Innenminister ist sich allerdings ziemlich sicher, dass er derzeit nicht unter den Flensburger Verkehrssündern auftaucht. Die „Bild“-Zeitung hat die Verkehrsminister am Rande ihrer Konferenz nach den persönlichen Punkten befragt. Als schlimmster Verkehrsrowdy outete sich Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU). Er hatte bereits so viele Punkte gesammelt, dass er zur Nachschulung musste. Jetzt denke er mehr nach beim Fahren, versichert der 36-Jährige.

Deutschlands Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist derzeit „sauber“. Allerdings sei er in den 1980-er Jahren erwischt worden, als er auf der A 9 mit 75 statt mit 60km/h gefahren sei.

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