Februar 3, 2012
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Wissenschaft/Forschung von Redaktion

Minister will Technologiezentren weiter fördern

Studenten und Firmengründer aus der Wissenschaft brauchen günstige Startbedingungen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat dafür Technologiezentren geschaffen, die jetzt 20 Jahre alt sind - und weiter dringend gebraucht werden.

Technologie- und Gewerbezentrum Schwerin/Wismar
Die 20 Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern sollen weiter als Motor für die Schaffung neuer und zukunftsorientierter Arbeitsplätze fungieren.
Foto: dpa
Neubrandenburg/Schwerin (dpa)  

Die 20 Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern sollen weiter als Motor für die Schaffung neuer und zukunftsorientierter Arbeitsplätze fungieren. Dazu sollen die Zentren ausgebaut und stärker mit der Wissenschaft vernetzt werden, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag in Schwerin.

 

Die Zentren, in denen gegenwärtig 470 Firmen mit mehr als 3000 Beschäftigten ihren Sitz haben, stünden für kurze Wege und enge Kontakte. Knapp 700 Firmen hätten außerdem ihre Arbeit in den Technologiezentren gestartet und später eigene Betriebsstätten aufgebaut.

 

Verbundforschung eng mit den Technologiezentren verzahnt

 

Als eines der ersten Technologie-, Innovations- und Gründerzentren (TIG) war 1991 das Zentrum in Neubrandenburg ausgebaut worden, das am Freitag sein 20-jähriges Bestehen feierte. Eng mit den Technologiezentren verzahnt sei unter anderem die sogenannte Verbundforschung, erklärte Glawe. Dabei unterstützt das Land mit Millionenbeträgen Forschungsvorhaben kleiner und mittelständischer Firmen, die sich sonst Forschungsvorhaben nur schwer leisten könnten.

 

Von den rund 155 Millionen Euro, die über die Europäische Union von 2007 bis 2013 dafür zur Verfügung gestellt werden, seien bisher 113 Millionen Euro für 624 Vorhaben bewilligt worden, unter anderem für die Arbeit technologieorientierter Netzwerke.

 

Neubrandenburg gehört zu den großen Zentren im Nordosten

 

Das Neubrandenburger TIG gehört zu den vier großen und interdisziplinär arbeitenden Zentren im Nordosten, die es zudem in Schwerin, Rostock und Greifswald gibt. Derzeit sind 38 Firmen mit rund 150 Arbeitsplätzen im TIG Neubrandenburg ansässig, darunter so bekannte wie die GTA Geoinformatik, die unter anderem Software und dreidimensionales Kartenmaterial für hochmoderne Navigationssysteme erarbeitet oder mehrere Softwareentwickler.

 

„Wir werden uns auf fachliche Schwerpunkte fokussieren, die unter anderem mit der Hochschule abgestimmt sind“, sagte TIG-Leiter Horst Krämer. Das sollen die Felder Geo-Informationstechnologie und Multimedia, Energie und Gesundheit sowie die damit verbundenen Dienstleistungen sein.

 

Spezialgebiete: Geo-Informatik, Pflege und Lebensmitteltechnologie

 

Zu den Spezialgebieten der Neubrandenburger Hochschule zählen unter anderem die Geo-Informatik sowie der Fachbereich Gesundheit und Pflege und die Lebensmitteltechnologie. So können Firmen im TIG beispielsweise zum Start zunächst mietfrei unterkommen und die hochmoderne Technik, wie leistungsfähigste Internetanbindung, nutzen.

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