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Polizei hat Schwerkranker angeblich nicht geholfen

Im Rostocker Polizeipräsidium wird ein mutmaßlicher Fall von unterlassener Hilfeleistung gegenüber einer akut schwerkranken Frau untersucht. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass Ende Mai eine 54-jährige Frau die Polizei-Notrufnummer 110 gewählt, als ihre ein Jahr jüngere Begleiterin einen Schlaganfall erlitten hatte.

Laut Medienberichten habe der diensthabende Beamte geantwortet, dass sie mit der Polizei und nicht mit dem Rettungsdienst spreche, und habe sie abgewimmelt. Erst nach dem Anruf bei der Rettungsleitstelle mit der Nummer 112 sei die professionelle Hilfe angelaufen. Die 53-jährige Patientin sei wenige Tage später im Krankenhaus gestorben.

„Da gibt es nichts hübschzureden“, sagte die Polizeisprecherin. Die richtige Reaktion des Polizisten wäre gewesen, eine Verbindung zur Rettungsleitstelle herzustellen. „Wir sind sehr unglücklich über den Vorfall.“

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