Nordkurier.de

Schweißen an Malchows Drehbrücke

Malchow.Die neue Malchower Drehbrücke steht derzeit Kopf: Stahlbauer aus dem brandenburgischen Karstädt sind dabei, die Insel-Querung zusammenzufügen. Was spätere oben ist, liegt dabei unten – verkehrte Welt unterm Hallendach.
Schweißer Dennis Quenzel und Kollege Fred Krüger lassen sich nicht stören – die Mitarbeiter der Firma Hydrotechnik Schlestein GmbH setzen Heftpunkte an der neuen Malchower Drehbrücke. Fast 22 Meter lang ist die Brücke aus Stahl, 3,50 Meter breit, rund 120 Tonnen wird sie wiegen. Chef Hans-Jürgen Schlestein weiß, dass das Malchower Projekt was Besonderes ist. „Viele Drehbrücken gibt es nicht in Deutschland.“ Der Fachmann, der bereits die alte Malchower Drehbrücke vor über 20 Jahren mit gebaut hat, kennt sich aus in dem Metier: Die Plauer Hubbrücke stammt ebenso von Karstädter Stahlbauern wie die Klappbrücke in Plathe. Um jedoch den neuen „Dreh“ für die Inselstadt Malchow zu realisieren, hat er sich mit der Firma Schorisch Magis, ebenfalls aus Karstädt, zusammen getan. „Wir haben das Know-how, unsere Kollegen die größeren Fertigungsmöglichkeiten“, erklärt Hans-Jürgen Schlestein. Ihm gefällt die neue Brücke.
Unterm Hallendach wird zwar die Brücke komplett zusammen gefügt – doch später wieder auseinander genommen. Denn den 120-Tonnen-Koloss in einem Stück nach Malchow zu bringen, ist unmöglich. Im Dezember soll die neue Drehbrücke dann fertig sein.pk

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×