
| Betreuung behinderter Kinder |
von Redaktion
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Die Linke warnt vor drohenden Lücken in der frühkindlichen Betreuung und Förderung von blinden, gehörlosen und bewegungsbehinderten Kindern. Bislang seien viele dieser Kinder in Sonderkindergärten in Güstrow, Neukloster und Neubrandenburg untergebracht oder würden von Fachkräften dieser Einrichtungen regelmäßig besucht. „Da das Land im Zuge der Verwaltungsreform die Verantwortung für diese besonderen Kitas aber an die Kreise abgibt, drohen die bewährten Strukturen zerschlagen zu werden“, sagte die Linke-Landtagsabgeordnete Simone Oldenburg. Die Kreise seien bestrebt, die Einrichtungen möglichst schnell an private Betreiber zu übertragen. „Zeitdruck gibt es aber nicht. Denn das Land ist bereit, für eine Übergangsfrist noch bis zum Sommer 2013 die Kosten zu tragen. Die Landkreise zögern aber, die dazu vorliegende Vereinbarung zu unterschreiben“, sagte Oldenburg.
Sonderpädagogen dringend gesucht
Bisherigen Planungen zufolge solle die Privatisierung schon bis August 2012 abgeschlossen sein. „Eine Privatisierung auf Gedeih und Verderb darf es nicht geben“, mahnte Oldenburg. Ihren Angaben zufolge besteht bei vielen der speziell ausgebildeten Betreuer die Sorge, dass mit dem Trägerwechsel Lohneinbußen einhergehen. „Fachleute mit sonderpädagogischer Ausbildung werden derzeit etwa an Schulen mit Handkuss genommen. Was ein solcher personeller Aderlass für die Förderung behinderter Kleinkinder bedeuten würde, kann man sich leicht ausmalen“, sagte die Linke-Politikerin. In Neubrandenburg etwa hätten bereits fünf Erzieherinnen um Versetzung gebeten, zwei Stellen seien schon seit Längerem unbesetzt. Laut Oldenburg werden derzeit in Güstrow und Neukloster 66 sehbehinderte und 94 hörgeschädigte Kleinkinder betreut. Die Sonderkita in Neubrandenburg besuchten 32 Kinder.
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