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Tausch von Mischwald gegen Kiefer ist erlaubt

Laub- und Nadelbäume in einem Wald. In MV hat die Landesregierung 426 Hektar Mischwald gegen 609 Hektar Nadelwald getauscht.
Laub- und Nadelbäume in einem Wald. In MV hat die Landesregierung 426 Hektar Mischwald gegen 609 Hektar Nadelwald getauscht.

MV überträgt 426 Hektar Landes-Mischwald in der Nähe des Rethmannschen Familiensitzes in Wamckow (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Dafür bekommt es 609 Hektar Wald bei Rothemühl in Vorpommern, vorrangig Kiefern. Beide Flächen haben laut Gutachter einen Wert von je 5,25 Millionen Euro.

Erste Gespräche zu dem Tausch hatte es den Angaben zufolge schon 2007 gegeben, publik ist das Vorhaben aber erst seit Kurzem. Ein Antrag der Grünen, den Tausch auszusetzen, fand keine Mehrheit. Die Oppositionsfraktionen von Linke und Grüne zogen die Wertermittlungen auch in der abschließenden Debatte in Zweifel und forderten neue Gutachten. „Ich verlasse mich auf unsere Fachleute und die vorliegenden Gutachten“, wies Agrarminister Till Backhaus (SPD) die Forderung zurück.

Der Tausch sei von Vorteil für das Land. „Wäre es anders, hätte ich die Entlassungsurkunde vom Ministerpräsidenten längst erhalten. Denn ich bin auf die Verfassung vereidigt und somit habe ich alles dafür zu tun, das Landes-Eigentum zu mehren.“ Die Grünen-Abgeordnete Ursula Karlowski verwies auf Aussagen von Fachleuten zur unterschiedliche Qualität der Waldflächen. „Es besteht hinreichend Anlass zu der Annahme, dass das Land den Kürzeren zieht“, sagte sie.

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