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Trunkenheit: Kein Prozess gegen LKA-Mann

Der Verdacht wog schwer – Trunkenheitsfahrt und Fahrerflucht. Er wog umso schwerer, weil er auf einen Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) fiel. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Schwerin die Ermittlungen eingestellt, wie der Sprecher der Justizbehörde, Stefan Urbanek, auf Nachfrage sagte.

„Es war nicht aufklärbar, ob der Beschuldigte und Fahrzeughalter den Wagen selbst gefahren hat“, begründete er die Entscheidung. Zeugen hätten den Beschuldigten nicht wiedererkannt. Der Fall hatte Anfang Dezember vergangenen Jahres großes Aufsehen erregt. Laut Polizei war der Wagen zwischen Sukow und Pinnow bei Schwerin von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum gestoßen. Zeugen hätten dem Mann aus dem Auto geholfen, dieser habe sich dann aber entfernt.

Polizisten hatten den Beamten als Halter noch in der Nacht des Unfalls aufgesucht, doch nicht erreicht. Der Mann stellte sich zwei Tage später.Nun aber sieht die Staatsanwaltschaft „keine hinreichende Wahrscheinlichkeit einer späteren Verurteilung“, so Urbanek.

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