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Vier Städte setzen auf das Engagement ihrer Bürger

„Wer sich in seiner Stadt engagieren will, muss wissen, wohin er sich wenden kann. Deshalb haben Menschen aus Demmin Anfang Mai den Verein Demminer Bürger gegründet.“ Das sagt Christof Eichert, Vorstandsvorsitzender der angesehenen Herbert-Quandt-Stiftung. Im Laufe dieses Jahres will der Verein in der Hansestadt ein Zentrum für bürgerschaftliches Engagement aufbauen. Die Herbert-Quandt-Stiftung fördert den Aufbau des Engagement-Zentrums mit jährlich 30000 Euro, und das über fünf Jahre. So saßen bereits seit Oktober 2012 Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Vereinen an einem Tisch, um darüber zu beraten, was Demmin braucht. „Wir wollen eine Anlaufstelle für unser Projekt einrichten“, erklärt Vereinsvorsitzender Günther Kny. Dem Verein gehe es darum, das Ehrenamt zu fördern. „Wir sind auf der Suche nach Leuten, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Leute sollen Ideen einbringen. Wir sprechen dabei junge und ältere Menschen an“, so Kny. Gunther Kretschmar, ehemaliger Pastor, möchte Bürgerpate sein. „Die sozialrechtliche Hilfe ist begrenzt, manch einer schafft aber den Weg dann nicht allein und fühlt sich einsam. Dann ist ein Bürgerpate da, der die Menschen begleitet“, so Kretschmar.

Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages im Demminer Rathaus gibt es jetzt vier Städte, die von der Herbert-Qandt-Stiftung unterstützt werden. Damit ist das „Kleeblatt“ quasi komplett. Dazu gehören neben Demmin noch Lalendorf, Greifswald und Anklam.

In Greifswald ist eine Bürgerakademie entstanden, die Bürgerpaten ausbildet, ergänzt Christof Eichert. Die Quandt-Stiftung sei keine fertige Agenda, die Demminer sollen ihren Beitrag leisten. „Menschen haben unterschiedliche Interessen, Begabungen und zeitliche Ressourcen“, sagt Günther Kny, „Wir wollen jedem helfen, das Passende zu finden.“ Auch will das Zentrum Menschen, die bereits in einem Verein, in der Kirche oder bei einem Sozialträger engagiert sind, ins Gespräch bringen. „Bevor wir aber ein Patenschaftsprogramm, einen Musikkreis oder Betreuungsdienst ins Leben rufen möchten wir die Bürger fragen, wo sie Bedarf sehen“, so Kny.

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