Mi. 06. März 2013
Drucken 
Betrunkener Vater im Rollstuhl machtlos von Redaktion

Angebliche Entführung in Straßenbahn: Frau verhaftet

Ein fünfjähriger Junge ist in der Nacht zu Mittwoch in Schwerin in einer Straßenbahn von einer Frau einfach mitgenommen worden. Der betrunkene Vater im Rollstuhl ist machtlos. Am nächsten Tag wird der Junge bei der Frau gefunden. Sie ist schon am Vormittag betrunken.

Polizei sucht Kind
Bis zur Festnahme der Frau wurden über 100 Polizeibeamte sowie Fährtenhunde eingesetzt.
Foto: Jens Büttner (dpa)
Schwerin (dpa/nk)  

Ein fünfjähriger Junge, der seit Dienstagabend in Schwerin verschwunden war, ist wohlbehalten wieder aufgetaucht. Das Kind wurde am Vormittag vor einem Einkaufszentrum entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Bei ihm war eine 36-jährige Schwerinerin, die vorerst festgenommen wurde.

Sie soll den Jungen am Dienstagabend seinem betrunkenem Vater, einem Rollstuhlfahrer, in einer Straßenbahn weggenommen haben. Die genauen Umstände des Vorfalls seien noch unklar, wie die Schweriner Staatsanwaltschaft mitteilte. Den Videoaufzeichnungen aus der Straßenbahn zufolge habe die Frau dem Jungen keine Gewalt angetan.

Bei ihrer Festnahme sei sie angetrunken gewesen. Gegen die Tatverdächtige wurde laut Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Entziehung Minderjähriger eingeleitet.
Die weiteren Hintergründe der Tat, unter anderem der Aufenthaltsort des Kindes, sollen in weiteren Ermittlungen geklärt werden. Das Jugendamt der Stadt wurde informiert. Bis zur Festnahme der Frau waren über 100 Polizeibeamte sowie Fährtenhunde eingesetzt.
Zur Festnahme der Frau trug den Ermittlern zufolge der Hinweis des  26-jährigen Ronny W.  bei, der die Tatverdächtige nach dem Fahndungsfoto im Supermarkt erkannt hatte.

Bookmark and Share
ekurier
Sie sind noch nicht angemeldet.
Bitte melden Sie sich an, um Ihren eKurier anzusehen. Ansonsten erhalten Sie hier schon vorab eine Demoversion.

Die Polizei im Internet

Über die Internetwache der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern können Sie direkt mit den Beamten in Kontakt treten - also zum Beispiel eine Anzeige erstatten oder Hinweise geben.