Mi. 06. März 2013
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Wildwestmethoden im Nordosten von Redaktion

Greifswald: Geldautomat zu stabil für Einbrecher

Die Täter sind mit dem Auto einfach durch die Glasfassade gefahren.
Die Täter sind mit dem Auto einfach durch die Glasfassade gefahren.
Foto: Oliver Wunder
Greifswald (ow/dpa)  

Unbekannte Täter sind in der Nacht zum Mittwoch mit einem Auto absichtlich durch eine Tür eines gläsernen Einkaufszentrums in Greifswald (Kreis Vorpommern-Greifswald) gerast. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wollten die Einbrecher danach mit ihrem vermutlich PS-starken Auto einen Geldautomaten herausreißen und mitnehmen, was aber nicht gelang.

Anschließend versuchten die Diebe, den Automaten aufzusprengen, was ebenfalls scheiterte. Danach flüchteten die Unbekannten. In dem Zentrum, das am Mittwoch aber trotzdem geöffnet hatte, entstand durch die eingefahrene Notfalltür ein Schaden von mehr als 20 000 Euro. Inwieweit der Geldautomat beschädigt wurde, sei noch unklar, hieß es beim Betreiber. Der Geldautomat sei in der Wand eingelassen, so dass ein Herausreißen schwierig sei.

Es muss schnell gegangen sein: Als der von der Alarmanlage benachrichtigte Sicherheitsdienst eintraf, waren die Täter schon über alle Berge, berichtete Center-Manager Torsten Bergholz. Nun wird nach den Tätern gefahndet.

Solche unter Ermittlern als „Blitz-Einbrüche“ bekannte Taten begehen Kriminelle immer wieder, zuletzt mehrfach in Einkaufszentren in Berlin. In Vorpommern war bereits ein Einkaufsmarkt in Stralsund Ziel solch rabiater Auto-Einbrecher.

Schon am Vormittag waren die vom Auto zerstörten Blumenbeete wieder hergerichtet und die zerstörte Tür notdürftig mit einer Plane verschlossen. Zur Aufklärung des Einbruchs hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Diese nimmt sie entgegen unter Telefon 03834 540244.


 

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