Mi. 02. Januar 2013
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Vermischtes von © 2013 AFP

Vergewaltiger wollten Inderin angeblich auch überfahren

Polizeibericht offenbart Details des Angriffs

Neu Delhi (AFP)   Die Vergewaltiger der jungen Inderin haben nach der brutalen Tat in einem Bus offenbar versucht, ihr Opfer zu überfahren. Wie mehrere indische Medien unter Berufung auf einen tausendseitigen Polizeibericht berichten, konnte der Begleiter der 23-Jährigen seine Freundin gerade noch rechtzeitig wegziehen, als er sah, wie der Bus wendete, um sie offenbar zu überrollen. Der junge Mann sei mit seiner Freundin nach der Gruppenvergewaltigung aus dem Bus geworfen worden, nachdem dem Paar zuvor noch die Kleider vom Leib gerissen worden seien, berichtete "The Indian Express".Wie die Zeitung "The Times of India" berichtete, fügte die Frau ihren Angreifern während des Angriffs mehrere Bisswunden zu, um sich zu befreien. Diese Verletzungen sowie Blut, Sperma und Haare bilden der Polizei und den Medien zufolge gemeinsam mit der Aussage des Freundes der Inderin die Hauptbeweislast gegen die mutmaßlichen sechs Täter. Der Fahrer des Busses muss sich zudem wegen Verschwindens von Beweismitteln verantworten, da er nach der Tat die Kleider der Frau verbrannt sowie versucht haben soll, den Bus gründlich zu reinigen.Die junge Frau war am 16. Dezember in einem Bus in Neu Delhi von sechs Männern vergewaltigt und misshandelt worden. Auch ihr Freund wurde schwer verletzt. Fünf Männer und ein minderjähriger Jugendlicher sollen sich ab Donnerstag wegen der Tat wegen Mordes und Vergewaltigung vor Gericht verantworten. In Indien steht auf Mord die Todesstrafe, sie wird aber nur selten vollstreckt.Ein Mitglied der Anwaltskammer des Hauptstadtbezirks Saket sagte der Nachrichtenagentur AFP indes, dass die dort zugelassenen Anwälte sich weigerten, die mutmaßlichen Täter zu verteidigen. Keiner der 2500 bei dem Gericht registrierten Verteidiger sei dazu bereit, da es "unmoralisch" sei, diesen Fall zu übernehmen, sagte Sanjay Kumar. Ein weiterer Anwalt sprach ebenfalls von einem Boykott seitens der Kammer. Die Regierung muss in diesem Fall Pflichtverteidiger bestimmen. Eine erste Anhörung vor dem Gericht in Saket soll am Donnerstag stattfinden.
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