Nordkurier.de

Arbeitslos? Zehn Schritte auf dem Weg zum neuen Job

So klappt es mit einem neuen Job - wer zielgerichtet ans Werk geht, hat bessere Chancen. [KT_CREDIT] FOTO: Helder Almeida©Fotolia.com
So klappt es mit einem neuen Job - wer zielgerichtet ans Werk geht, hat bessere Chancen. [KT_CREDIT] FOTO: Helder Almeida©Fotolia.com

VonPeter Neitzsch

Aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder in Lohn und Brot zu kommen, ist nicht leicht. Betroffene müssen zielgerichtet vorgehen. Die eigenen Pläne und die alten Bewerbungsunterlagen kommen auf den Prüfstand.

Freiburg.Arbeitslosigkeit ist fast immer eine persönliche Katastrophe. Statt in einer Schockstarre zu verharren, ist es jedoch wichtig, möglichst rasch aktiv zu werden, sagt der Karrierecoach Hans-Georg Willmann. Diese zehn Schritte helfen dabei, einen neuen Job zu finden.

Schritt 1:Formalitäten klären – Wenn eine Kündigung droht, sollte der erste Gang umgehend zur Arbeitsagentur führen, sagt Sönke Fock von der Agentur für Arbeit in Hamburg. Spätestens drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit müssen Erwerbstätige sich „arbeitssuchend“ melden, sonst drohen Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. Am ersten Tag ohne Job müssen sie wieder zur Agentur.
Schritt 2:Realistische Selbsteinschätzung – Zu Beginn der Arbeitssuche sollte eine kritische Bestandsaufnahme der eigenen Fähigkeiten stehen. „Man muss die Kränkung einer Kündigung erst mal überwinden“, sagt Willmann. Unmittelbar nach der Kündigung würden viele ihr Können unterschätzen. Oft hilft die Einschätzung von Freunden und Ex-Kollegen.

Schritt 3:Bewerbungsunterlagen aktualisieren – „Bevor man sich bewirbt, muss man sich erst einmal startklar machen“, sagt Willmann. Jobsuchende sollten deshalb gleich ihre Unterlagen auf den aktuellen Stand bringen.

Schritt 4:Bewerbungenschreiben – In der schriftlichen Bewerbung gehe es darum, sich für den Job interessant zu machen, sagt Jürgen Hesse, Karrierecoach in Berlin. Er rät, viele Bewerbungen auf einmal zu verschicken.

Schritt 5:Aktiv sein – „Dieerfolgreichste Strategie ist, aktiv zu sein“, sagt Willmann. Dazu gehöre es, selbst Firmen anzusprechen. „Ein Großteil der offenen Stellen wird nie ausgeschrieben“, sagt Hesse. Bei einer Initiativbewerbung habe man zudem weniger Konkurrenz.

Schritt 6:UngewöhnlicheWege gehen – Eine Möglichkeit sei, die für einen interessanten Firmen einfach anzuschreiben, rät Willmann. Dabei sollte nicht gleich eine komplette Bewerbungsmappe verschickt werden, sondern ein persönliches Anschreiben – ergänzt um ein kurzes Leistungsprofil.

Schritt 7:Bewerbungsgespräche trainieren – „Wer im Bewerbungsgespräch nicht vorbereitet ist, für den ist der Zug schon abgefahren“, sagt Willmann. Ein Kardinalfehler sei, dass sich Bewerber nur unzureichend über die Firma informieren.

Schritt 8:Fortbildungen machen – „In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit sollte alle Energie in die Jobsuche gesteckt werden“, sagt Willmann. Ab dem vierten Monat seien Weiterbildungen sinnvoll. Doch welche Qualifikationen bringen einen weiter? „Fehlende Sprachkenntnisse und kein Führerschein sind ein echtes Hindernis bei der Vermittlung“, sagt Fock.

Schritt 9:Neue Jobideen entwickeln – Für manchen ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit ein Weg aus der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsagentur fördert das unter Umständen mit einem Gründungszuschuss. Für Freiberuflichkeit braucht es aber schon eine zündende Idee.

Schritt 10:Nach Alternativen suchen – Wer länger arbeitslos ist, für den können auch Zeit- und Leiharbeit, Probearbeit und Hospitanzen ein Türöffner sein. „Wer gerade frisch arbeitslos geworden ist, dem rate ich davon aber eher ab“, sagtHans-GeorgWillmann.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×