Sa. 10. März 2012
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Erziehung von Redaktion

„Klammern“ zeigt fehlende Sicherheit

Fürth. (DPA)  

„Klammern“ kleine Kinder, fehlt es ihnen meist an Sicherheit. Dies zeigt sich vor allem in neuen Situationen. Es kann aber auch sein, dass die Eltern selbst Bedenken haben, ihr Kind zu überfordern. Unterschwellig signalisieren sie ihm damit, dass sie ihm nur wenig zutrauen, erklärt Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Dann kann es helfen, wenn Eltern schon vor einer neuen Situation mit dem Kind sprechen und ihm die Chance geben, seine Gefühle auszudrücken.
Zeigen sich Sohn oder Tochter anhänglich, sollten Eltern nicht ungehalten auf den Wunsch nach Nähe reagieren. Andererseits dürfen sich Eltern aber auch nicht von ihrem Kind manipulieren lassen – besonders wenn sie den Eindruck haben, dass das Kind der Situation gewachsen ist.
Ein mangelndes Sicherheitsgefühl kann unterschiedliche Hintergründe haben: „Entweder hat das Kind wiederholt überraschende Trennungen von den Eltern erlebt, drohende Verluste, oder es hat erfahren, dass Eltern auf weniger deutliche Signale nicht reagiert haben“, sagt Scheuerer-Englisch. Hält das „Klammerverhalten“ über einen längeren Zeitraum an, kann es für Eltern sinnvoll sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

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